BustersTourdaten, Tickets, Interviews, Tonträger

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Genre

Ska

Shows

231 Shows in 68 Städten / 3 Ländern

Zeitraum

15.01.2004 - 13.02.2016

Letzte Show

13.02.2016 - DE-Berlin, SO 36

Nächste Show

nicht bekannt

Tourdaten (Archiv)

Archiv
Jan.
15
2004
Donnerstag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
Jan.
16
2004
Freitag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
Jan.
17
2004
Samstag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
 
Jan.
22
2005
Samstag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
Dez.
26
2005
Montag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
 
Dez.
28
2005
Mittwoch Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
123
...
2829
Dez.
29
2005

Tonträger bei finestvinyl

Cover

BUSTERS, THE - SUPERSONIC SCRATCH | L+C

Limitiertes 180g Vinyl inkl. CD! Ganz im Zeichen des Old-School-Skas. "Einmal wenden bitte! Die Busters, das lebende Beispiel für Oldschool und Vintage am Puls der Zeit, legen noch eine Schippe drauf: nach der gerade erschienenen CD "Supersonic Eskalator" nun also 10 zusätzliche Tracks, die die Vinyl-Party knistern lassen!"
 

Interviews

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BUSTERS - When it gets heart to heart with ska people and this band ...

Der Winter brach wie jedes Jahr brutal über uns herein und wie jedes Jahr starteten die BUSTERS am 2. Weihnachtstag ihre obligatorische Tour, die ihre Fans vor gruseligen Winterdepressionen rettete. Im Gepäck das neue Album "Evolution Pop". In Bielefeld traf ich mich mit den beiden Sängern Richard Tabor, Ron Marsmann und Posaunist Robert "Solomon" Göhring zum Interview. Die werten Herren, die teilweise Farin Urlaub auf dessen aktuellem Album musikalisch unterstützen, kamen zwar zu spät und mussten erst noch etwas essen, aber bei der Gastfreundschaft konnte man ja nicht meckern. Nach einem netten Gespräch begab sich die Band dann zum Soundcheck, während wir uns bis zum Einlass uns die Zeit mit Weihnachts-Anekdoten vertrieben ...Wie kommt es, dass eure neue Platte "Evolution Pop" sich teilweise relativ weit vom Ska entfernt hat? Die letzte Platte "Revolution Rock" war Oldschool-Ska, die neue rockt ja nun einfach.Richie: Ja, aber man kann ja auch Ska zum Rocken bringen. Es war klar, dass wir so ein Album machen würden oder machen wollten, weil "Revolution Rock" auch relativ ruhig gewesen ist. Da steckt einfach eine gewisse Energie drin, sei es jetzt durch die FARIN URLAUB RACING TEAM-Geschichte oder einfach, weil wir eine rockigere Platte machen wollten. Das ganze Album ist schon sehr rockig und gitarrenlastig, aber die Ska-Elemente sind noch drin.Rob: Dazu muss man auch sagen, dass es nicht das erste Mal ist, dass wir Punk und Rock mit in den Ska einfließen lassen - wie auf "Candy" zum Beispiel, das stammt von 1997.Richie: Bei "Easy come and easy go" ja auch.Aber das war doch damals bestimmt auch so, dass einige dachten: Was geht denn jetzt?Rob: Eigentlich war es okay. Aber es war auch die Zeit, als wir mit den ÄRZTEn auf Tour waren. Jeder Komponist lässt sich von dem beeinflussen, was ihn musikalisch umgibt und das sind ja meistens Sachen, die außerhalb der BUSTERS passieren. Und von daher kann es schon sein, dass das FARIN URLAUB RACING TEAM da eine Rolle gespielt hat.Richie: Als Band sucht man ja auch einfach eine bestimmte Herausforderung. Es läge auch absolut nicht in unserem Interesse, wenn wir als Folgealbum von "Revolution Rock" plötzlich eine Platte machen würden, die genauso klingt. Und deswegen ist es immer sehr wichtig, sich weiterzuentwickeln. Wir beschäftigen uns in gewissem Maß mit anderen Musikrichtungen, die wir dann wieder auf unsere Art und Weise in einem Song verarbeiten. Ich denke das kommt bei diesem Album sehr gut raus - es ist ein sehr vielseitiges Album.Rob: Vor allem haben wir auch mal ganz anders produziert. Wir haben uns dieses Mal wirklich Gedanken gemacht: Wie klingen BUSTERS-Platten? Wie können sie vielleicht mal anders klingen? So haben wir uns teilweise auch Inspiration geholt. Wir haben uns selbst Gedanken darüber gemacht und jeder Buster hat lernen müssen, sich ein bisschen zurück zu nehmen und zu sagen: Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang reichen eigentlich für einen kompletten Song aus. Und dann kann man hier und da vielleicht noch mit einem Ton für Spannung und Abwechslung sorgen. Ich glaube, das hat "Evolution Pop" auch zu dem gemacht, was es ist: eine Platte, die saugut klingt.War es für den Sound der Platte nicht ausschlaggebend, dass Farin Urlaub in einem Interview erzählt hat, dass eure Platten einfach keine Eier haben?Rob: Er hatte schon vor dem Interview immer gemeint: "Darf ich mal was sagen ...?" Haha! Aber wir haben die Idee ja auch immer im Kopf gehabt, wir haben sie bloß nicht umsetzen können. "No Risk, No Fun" würde heute produziert, ganz anders klingen als damals, andere Stücke auch. Ich finde aber nicht, dass "Evolution Pop" aus dem Rahmen fällt, diese Einflüsse waren ja schon immer da. Jazz spielte bei uns schon immer eine Rolle, und es war nie so, dass wir Ska alleine an Two Tone gemessen haben, dass wir gesagt haben, das ist Ska und das ist der BUSTERS-Ska. Wir haben uns immer geöffnet und unsere Musik mit anderen Einflüssen angereichert.Es gab nach dem Ausstieg von Markus Sprengler, eurem ehemaligen Sänger, das Gerücht, dass er mehr oder weniger aus der Band gedrängt wurde, weil er die Musik in eine andere Richtung bringen wollte.Rob: Wenn man mal die Liste der Komponisten durchgeht, sieht man, dass in dieser Richtung keinerlei Beeinflussung stattgefunden hat und auch keinerlei Angst bestand, dass er das Ganze irgendwie in eine falsche Richtung bringen könnte.Richie: Außerdem sind wir immer noch zwölf Leute und wir wären alle ziemlich stur gewesen, wenn wir uns von einer einzigen Person in eine bestimmte Richtung hätten drängen lassen. Egal, wer es jetzt wäre.Rob: Wenn jetzt zum Beispiel Stefan Breuer wieder mit acht Liedern ankommt, dann beeinflusst er natürlich das Album.Richie: Ja, das ist schon richtig, aber er kommt ja nicht mit einer endgültigen Produktion an. Man sagt schon: Vielleicht sollte man das eher so machen oder so machen oder so. Das ist ja auch wieder das Schöne daran, dass wir zwölf Leute sind. Wie seid ihr nach dem Konzert in Osnabrück im September mit den Reaktionen umgegangen? Da gab es ja doch Diskussionsbedarf unter den Fans hinsichtlich eures neuen Sängers Ron.Ron: Na ja, das gibt es ja immer. Es wäre auch schlimm, wenn niemand was gesagt hätte, dann hätte ich mir echt Gedanken gemacht. Das wäre scheiße gewesen. Ich freue mich über die ganzen Sachen, die als Reaktionen kommen, das wirkt ja auch belebend. Es wäre ja sonst auch langweilig, ich meine, ich will auch nicht Jedermanns Freund sein. Ich bin jetzt der Neue, das ist normal. Ich selber habe auch Schwierigkeiten damit, wenn in meiner Lieblingsband irgendwas verändert wird.Rob: Wobei es aber auch Leute gab, die schon direkt am Anfang geschrieben haben, dass Ron klasse sei. Und wie Ron schon gesagt hat: Wenn sich bei den eigenen Idolen etwas verändert, war man dem gegenüber immer ein bisschen skeptisch. Dass das musikalisch auch eine Bereicherung sein kann, wird dabei meistens weniger berücksichtigt.Die Fans müssten es mittlerweile ja gewohnt sein, dass es bei den BUSTERS hier und da mal einen neuen Sänger gibt.Rob: Ja. Gott sei Dank haben wir jetzt zwei, die das Singen fast hauptberuflich machen. Ansonsten hatten wir ja immer Leute als Sänger, die sich dann am Ende für den Beruf entschieden haben.Bezüglich der neuen Platte gab es Reaktionen von "super geil" bis hin zu "Ich geh nie wieder zu euren Konzerten". Habt ihr damit gerechnet?Richie: Ja, eigentlich war es so wie bei jeder Platte. Rob: Mir ist das lieber, als wenn überhaupt nichts passiert. Schön, die BUSTERS haben mal wieder eine Platte rausgebracht ... Und es wird immer Sachen geben, die der eine gut findet und der andere total daneben.Richie: Im Prinzip ist das über die Jahre der Tod einer jeden Band, wenn sie Jahr für Jahr das Gleiche macht. Du musst dich ja auch irgendwie am Leben halten und das geht nur, wenn genug Kreativität vorhanden ist, die sich bei einer Platte umsetzen lässt.Wie kommt es, dass ihr nach 18 Jahren euer eigenes Label Ska Revolution Records gegründet habt? Wollt ihr doch endlich den Musikmarkt erobern?Rob: Das war jahrelange Planung, haha. Wir hatten ja auch immer relativ kleine Labels: SPV war klein, Vielklang war klein. Und die Insolvenz des EFA-Vertriebs hat dann unser altes Label Vielklang mitgerissen. Die Platten waren verkauft, aber die konnten uns nicht ausbezahlen. Und in dem Moment ist die Ska-Abteilung "Ska Revolution Records" in die Hände der BUSTERS gefallen und wir haben uns gesagt, dass ist die Chance, alles selbst zu machen. Wenn man die ganzen Produktionskosten erst mal drin hat, weiß man, dass man das Geld selbst zur Verfügung hat. Man kann überlegen, was man jetzt damit macht, was ist sinnvoll. Es dauert natürlich noch zwei, drei Jahre nach dem ersten Album, bis das Geld irgendwann mal kommt. Wir bewegen uns ja schon in Bereichen, wo sich das Plattenmachen auch ein bisschen lohnt. Wir verdienen wenig dran, aber können uns dafür eben austoben. Wir haben das meiste jetzt in die Homepage gesteckt und versuchen, unseren eigenen Kosmos aufzubauen. Da können wir Videos machen, können sie da reinstellen. Jeder kann sich die runterladen und anschauen. Das war eine sehr erfolgreiche Aktion mit dem "Radio Smash Hit", da wurde einiges runtergeladen. Wir versuchen das jetzt auf selbstständiger Ebene. Insofern sind wir jetzt Plattenbosse.Das Anbieten der Singles zum kostenlosen Download auf der Homepage bringt also mehr, als sie regulär zu veröffentlichen?!Richie: Ja. So lange wir keine Plattform haben wie Musiksender oder Radio, lohnt es sich für uns einfach nicht, etwas in eine Maxi-Single zu investieren. Kauft sich auch mittlerweile keiner mehr.Rob: Wobei es ja heute noch diese virtuelle Form von Promo gibt, die man im Internet anbieten kann, da stellt man einen Song rein und die Radiosender können sich daran bedienen. Man muss dafür keine Promoter losschicken. "Whisky 'till I drop" ist sogar von einigen Sendern runtergeladen worden. Man sieht auch, wer sich da bedient hat.Wie sieht es denn mit eurer geplanten DVD aus, die sollte bereits mehrmals erschienen sein? Jetzt heißt es, ihr wollt noch ein paar Konzerte mitschneiden. Wird das noch mal was oder habt ihr euch das Ganze mittlerweile anders überlegt?Rob: Die DVD ist so ein Phantom. Die wird auch schwarz sein, mit Augen, haha. Wir werden wir auch sicherlich wieder was aufzeichnen auf der Tour, aber nur für Promozwecke. Da wird halt noch der eine oder andere Gig im Norden aufgezeichnet. Mehr darf man aber nicht verraten. Dann schauen wir mal, dass ein bisschen Geld in die Kasse kommt und dann können wir eine schöne DVD machen.Richie: Man glaubt auch immer, dass so etwas relativ einfach zu produzieren ist. Aber es kostet einen Haufen Geld und wir wollen natürlich nichts Halbherziges machen, sondern es soll schon was Richtiges werden. Wir haben eine eigene Plattenfirma und können nicht plötzlich problemlos 50.000 Euro in so was reinstecken. Deswegen haben wir auch gesagt: bevor wir irgendeinen Blödsinn abliefern und hier und da zwei Alibi-Gigs aufzeichnen, lieber die Leute noch mal vertrösten. Ich denke, die meisten verstehen das auch.Und wie sind sonst eure Erwartungen an die Tour?Rob: Die Tour gibt mir doch mal Gelegenheit, mit den Fans zu feiern. Nach mittlerweile 15, 16 Jahren BUSTERS gibt es ganz viele Leute, die man jedes Jahr sieht, und die sich dann auch auf einen freuen.Richie: Spaß haben, auf jeden Fall. Wir sind ja Live-Musiker und wir gehen gerne auf die Bühne. Ansonsten hoffe ich auf jeden Fall, dass die Platte gut ankommt.Ron: Die haben ja gestern alle schon die neuen Lieder mitgesungen ...Rob: Das ist auch ein neues Erlebnis. Wir haben es nämlich das erste Mal geschafft, dass die Platte vor der Tour raus kam. Und das ist ein schönes Gefühl, wenn dann schon mitgesungen wird.
 
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BUSTERS - Stay Rude!

„Wird es draußen richtig kalt, kommen in die Stadt die BUSTERS bald!“ Mit Einsetzen der Kälte tourt die erfolgreichste deutsche Ska-Kapelle um Weihnachten/Neujahr stets durch die Republik. 1987 gegründet, 1988 erschien die erste Single, „No Respect“, 1989 mit „Ruder Than Rude“ die erste LP, heute ist nur noch Keyboarder Markus „Schramme“ Schrammhauser von der einstigen Originalbesetzung dabei. Dafür hat das zehn Mann starke Gute-Laune-Orchester mit Ritchie Alexander, den viele unter dem Namen Dr. Ring Ding kennen werden, nun neben Ron Marsman einen zweiten Herrn am Mikro. Grund genug mal wieder nach dieser und anderen Veränderungen zu fragen. Ritchie, Ron und Drummer Stefan Breuer gaben im Backstagebereich des Kreuzberger SO36 in der hier gewohnt entspannten Atmosphäre Auskunft.Überraschenderweise ist euer Ensemble um Ritchie Alexander verstärkt worden. Wie kam es dazu?Ritchie: Ich bin jetzt einfach als Teamplayer dabei, das hat auch nichts mit meiner Rolle als Dr. Ring Ding zu tun. Ich bin einfach ein weiteres Bandmitglied, das singt. Die BUSTERS hatten ja schon mal zwei Frontsänger, der letzte zweite Sänger ging dann vor vier Jahren, so dass Ron alleine sang. Ich stieß dann auf der letzten Tour als „Special Guest“ dazu, sang auch live schon zwei Songs mit. Wir kennen uns ja schon seit Jahrzehnten, da passte das ganz gut. Ich war froh, dass sie mich gefragt haben, und die waren froh, dass ich zugesagt habe.Ron, wie ist das jetzt von der Rollenverteilung her? Vor allem bei den Live-Shows, da hat sich doch auch für dich viel verändert ...Ron: Klar hat es sich verändert, aber zum Positiven. Ich meine, es ging auch allein, gar kein Problem, aber zu zweit hat man dann doch mehr Input. Der eine kann das, was der andere nicht kann, das mischt sich einfach gut und es ist auch in Summe entspannter.Stefan: Vier Mandeln singen mehr als zwei ...Auf eurer ersten LP „Ruder Than Rude“ wird diese „Stay rude!“-Attitüde betont und auch mit unappetitlichen Comics unterlegt. Ist diese heute überhaupt noch aktuell, sollte man mittlerweile nicht eher„Be nice!“ sagen?Ron: „Be nice!“ wollen ja alle sein heutzutage.Stefan: Ach, wir sehen ja auch nicht so böse aus, außer Ritchie, haha. Wir machen das ja alles nicht, was wir da schreiben. „Stay rude!“ war also ein Promo-Gag.Ritchie: Ganz interessant ist, dass wir auf dieser Tournee viele Stücke vom ersten Album im Programm haben. Das war vorher nicht der Fall. Somit zeigen wir schon eine ganze Bandbreite. Aber klar ist auch, auf den ersten Platten ging es mehr um „Rudeness“, um Rude Boys und Rollerfahren, wir saufen die Nacht durch und feiern die ganze Zeit. Das war auf späteren Alben thematisch nicht mehr so vorherrschend. Es geht einfach darum, eine gute Stimmung zu erzeugen, und das ist in den Texten drin. Man feiert zusammen eben eine Party, und es geht uns um Verständnis und Menschlichkeit im allerweitesten Sinne.Wie viele Songs spielt ihr live, wechseln die auch des Öfteren?Ritchie: Um die dreißig. Auf Tour haben wir ein festes Programm fertig, da ist aber immer noch Platz für Spontanes. Im Sommer stehen die Festivals an und da wird es dann eine andere Setlist von uns geben.Wie wichtig ist es euch noch, auf die Ursprünge der Musik hinzuweisen, auf Skinheads, Reggae und Ska?Stefan: Im Prinzip machen wir Ska. Wir haben schon unsere Wurzeln dort, aber irgendwann wollten wir, dass man uns nicht als reine Ska-Band wahrnimmt, sondern als BUSTERS. Das ist den Leuten gegenüber auch ehrlich, weil wir nicht irgendeinen Sound kopieren, bestimmte „Oldschool“-Fans könnten über den ganzen Abend gesehen dann enttäuscht sein. Wir wissen aber natürlich, wo wir herkommen.Skinheads sind ja generell inzwischen weniger im Publikum vertreten.Ritchie: Das kann man so nicht sagen, es gibt schon noch aus allen Facetten, die es in der Szene gegeben hat, genug Repräsentanten auf unseren Gigs. Ob das jetzt diese „Spirit of 69“-Leute sind, die das Britische pflegen, dieses Jamaikanische oder das, was dann mit dem Punk 1977 herauskam, oder auch diese Third-Wave-Sache Mitte der Achtziger hat nach wie vor Fans. Und bei uns finden die dann genügend Stücke, die ihre Vorlieben bedienen. Es wachsen Generationen nach, aber wir sehen immer wieder Leute von Mitte dreißig bis Mitte fünfzig, die eben schon vor 25 Jahren im Jugendzentrum in der ersten Reihe standen. Die bringen jetzt ihre Kinder mit ...Ein angenehmer Nebeneffekt dieser von Farbigen erfundenen Musik ist natürlich wohl auch, dass man von euch keine politischen Statements mehr erwartet. Eure Position ist ohnehin klar.Stefan: Wir haben „Ska against racism“ gegründet, das ist unser Slogan, das sind unsere T-Shirts. Wir selbst sind das Statement, das, was wir auf der Bühne machen, ist das Statement.Ritchie: Es gibt aber auch einige Texte, in denen explizit dazu Stellung bezogen wird, das ist, was ich vorhin schon mit Menschlichkeit meinte. So ein Stück, in dem es zum Beispiel darum geht, gut miteinander auszukommen und nicht zu streiten, wäre „Stompede“. Wir wollen eine Party haben und es gibt keinen Grund, sich zu streiten und Schlägereien anzuzetteln, es geht um gute Laune. Auch unsere Erfahrungen im Ausland spielen da mit rein. Jetzt waren wir vor kurzem in Venezuela und das schlägt sich danach in der Musik und in den Texten nieder. Es ist auch klar, wenn man sich woanders auf der Welt willkommen fühlt, dass man auch die Welt bei sich willkommen heißt.Eure Platten haben einen ziemlich professionellen, wiedererkennbaren Sound. Ist es eine wiederkehrende Tonlage, der poppige Swing, wiederholt man so einen Sound bewusst?Stefan: Wir spielen eben so gut es geht ...Aber ist das alles?Stefan: Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber die Band besteht aus Profimusikern und wir nehmen in professionellen Studios auf, zumeist im Trick Studio, wo wir bestens bedient werden.Mir fiel nur auf, dass es von Beginn an sehr sauber und poppig klang ...Ritchie: Das ist natürlich auch eine Stilfrage. Die Band war ja nicht von Anfang an punkig. Die Wurzeln liegen schon im britischen 2Tone und in diesen Third-Wave-Sachen. Es gibt zwar Punk-Elemente und schrille Gitarren, aber es ist eher eine Stilfrage, dass es dann am Ende sauberer klingt – und wenn es dann auch noch vernünftig aufgenommen wird und nicht beim Onkel in der alten Garage mit einem Vierspurkassettenrekorder, dann liegt es auch schon an der Technik, dass das Produkt im Endeffekt so klingt.Ihr habt jetzt 13 Studioalben draußen sowie drei Live-Scheiben. Um mit den RAMONES gleichzuziehen, benötigt ihr noch ein Coveralbum. Fühlt man sich trotzdem noch in einer Art Bringschuld?Stefan: Die BUSTERS sind wie eine Kuh. Wenn die nicht regelmäßig gemolken wird, dann geht’s der nicht gut.Ritchie: Es wurden auch schon neue Aufnahmen gemacht, spätestens im Herbst dürfte es wirklich so weit sein mit dem neuen Album.Ron: Wenn man mit einer Bringschuld arbeiten müsste, das wäre ja eher hinderlich.Bei Sportmannschaften ist es ja so, dass es diese Grüppchenbildung gibt, der kann mit dem besser als mit dem und so weiter. Wie ist das bei euch?Ron: Warum soll das bei uns anders sein? Jedes neue Aufstehen am nächsten Morgen bringt ja oft schon wieder neue Konstellationen, es ändert sich auch. Aber für so eine große Gruppe verstehen wir uns alle wirklich gut.Ritchie: Ich bin ja nun recht neu dabei, aber so eine positive Banddynamik habe ich noch bei keiner anderen Band erlebt. Hier hat jeder gleich viel zu sagen oder kann sich, wenn er will, auch raushalten. Live trägt jeder seinen Teil dazu bei, dass das Team mit voller Kraft nach vorne geht.
 

Reviews

BUSTERS

© Ox Fanzine #94 / Jan-Niklas Jäger

Das Konzert für die Ewigkeit

Vorab: Diese DVD kommt etwa drei Jahre zu spät. Mit dem Sängergespann Tabor/Marsman hatten THE BUSTERS es endgültig geschafft, das Loch, das der Ausstieg Klaus Hubers 2000 verursacht hatte, zu schließen.Ein Ähnliches hinterließ aber vor zwei Jahren auch Richard Tabor. Und während das „Sängersterben“ bei Deutschlands erfolgreichster Ska-Band nichts Neues ist, verließen auch die Saxophonisten Fischi und Quitte das skankende Boot, womit einer der weltweit besten Bläsersätze im Ska auseinander brach.Nun ist es nicht so, dass der Rest der Band sein Handwerk verlernt hat oder kein adäquater Ersatz am Saxophon gefunden wurde. THE BUSTERS sind immer noch in erster Linie eine professionelle Ska-Band mit starkem Pop-Einschlag und vor allem live eine Freude.Diesen Eindruck vermittelt auch „Das Konzert für die Ewigkeit“, das im Mai 2010 in der Hamburger Fabrik stattfand. Die Stimmung ist gut und die Band tight as fuck. Schade aber ist, dass bei dem Set die Priorität auf dem letzten Studioalbum „Waking The Dead“ liegt und somit wenig Raum für Perlen älteren Semesters lässt; ein bisschen mehr Werkschau hätten die Wieslocher nach 23 Jahren Band-Geschichte schon betreiben können.Die Band-Dokumentation auf DVD2 ist nicht, wie man meinen könnte, eine Aufarbeitung eben dieser Geschichte, sondern eine Bestandsaufnahme, die vor allem dann interessant wird, wenn die Band von ihrem Nischendasein als Berufsmusiker abseits des Mainstreams erzählt.Zu klein fürs Radio, zu groß für das Jugendzentrum von nebenan, und um alleine von der Band zu leben, reicht es auch nicht; und damit wären wir auch wieder beim Problem der abtrünnigen Bandmitglieder.

 

BUSTERS

© Ox Fanzine #75 / Jan Eckhoff

Double Penetration CD+DVD

Es gibt verschiedene Gewissheiten im Leben, die man einfach so nehmen muss, wie sie kommen. Die eher Negativeren sind etwa, dass auf Sonnenschein garantiert Regen folgt oder die CSU in Bayern die Landtagswahl gewinnt. Die Positiveren sind zum Beispiel, dass es auf den Regen auch wieder Sonnenschein gibt und ungefähr alle zwei Jahre ein neues Album der BUSTERS erscheint. Jedes neue Werk der Band unterscheidet sich dann zwar meist nur marginal von seinen Vorgängern - es wird immer wieder aus der gesamten Band- und Ska/Reggae-Geschichte zitiert - allerdings schaffen die BUSTERS das so großartig und professionell, dass kaum Langeweile aufkommt. Und so ist es natürlich auch auf dem CD-Teil von "Double Penetration". Im Gegensatz zum Vorgänger "Evolution Pop" dominieren diesmal wieder die ruhigeren Klänge, es wird weniger gerockt, dafür aber umso mehr karibisches Feeling und Sonnenschein ins Zimmer gebracht. Sehr schön! Und besonders abgefahren ist die diesmal beigelegte DVD: Hier gibt es den Mitschnitt eines Unplugged-Konzertes der BUSTERS, bei dem die Band in schwarzen Abendanzügen auf einer Varieté-Bühne steht und ihre Lieder auf wirklich umwerfende Art und Weise zum Besten gibt, wie etwa im Big-Band-Stil, auf Glasflaschen geblasen (kennt eigentlich jemand das absolut witzige GLASBLASSING QUARTETT?) oder mit exotischen Instrumenten gespielt. Das ist noch hervorragend gefilmt und sehr liebevoll aufgearbeitet. Alles in allem also ein absolut kaufenswertes Paket von Deutschlands vielleicht bester Ska-Band! (43:43/37:18) (9)

 

BUSTERS

© Ox Fanzine #64 / Jan Eckhoff

Evolution Pop CD

In einem abgefahren, bunten, augenkrebserzeugenden Digipak kommt der neue, mittlerweile dreizehnte Studio-Langspieler der zwölf Herren von den BUSTERS daher. Das letzte Album "Revolution Rock" hab ich irgendwie verpasst, und kann auch nix zum Sound sagen, aber im Vergleich zu "360°" hat sich hier aber so Einiges getan: Die BUSTERS rocken, und zwar ordentlich. Gleich bei Lied 1 dachte ich, eine falsche Platte eingelegt zu haben, denn es geht richtig ordentlich nach vorne. Dann kommt mit "Whiskey 'til I drop" die zweite Single-Auskopplung, auch eigentlich eher BUSTERS-untypisch und genial zum Mitsingen. Das Lied ist wohl auch auf einigen besseren Radiostationen ab und an zu hören. Angenehm frisch geht es weiter, zum Beispiel bei Track fünf mit der ersten Auskopplung "Radio smash hit", einem extrem nach vorne gehenden Ohoho-Punkrock-Song mit Sonnenschein und absoluter Hitverdächtigkeit, dabei aber zumindest ein schöner Seitenhieb gegen die kommerziellen, gesichtslosen Radiostationen unseres Landes. Und erst danach wird der klassische 2Tone unterm Bett hervor geholt (der Song heißt auch ganz passend "Rude up your life"), gehört aber durchaus wieder zu den großen Schunkel-Hits, die die BUSTERS für mich zu einer der wenigen gut erträglichen klassischen Ska-Bands machen. "Nobody like you", der achte Song auf "Evolution Pop" ist dann eine Mischung aus ganz altem BUSTERS-Sound mit ganz viel MADNESS, Russenchor und dabei so treibend, dass ich nicht anders kann, als auf dem Stuhl mit dem Hintern zu wackeln. Naja, wie eigentlich bei der ganzen Platte. Song elf, "Big boy", überrascht mit harten Gitarrenriffs und Shouts, die mit Offbeat gepaart werden - Headbangen und gediegenes Skanken im Wechsel, eine coole Mischung. Zum Ausklang gibt es dann noch ein paar ruhigere Ska- und Swingnummern, aber alles in allem eine Platte voller Experimentierfreude, wie ich sie von den BUSTERS nicht erwartet hätte. Ich bin äußerst positiv überrascht, und die Platte wird bestimmt noch das eine oder andere Mal bei Partys, aber auch einfach so ihren Weg in meinen CD-Player finden. Obendrauf gibt es als Bonus dann noch alle Songs als mp3s, was ja auch schon eine schöne Aussage ist, sowie das Video zum "Radio smash hit". Macht Spaß! Übrigens, noch als kleine Schmankerl oben drauf: Farin Urlaub ist als Gastproduzent bei zumindest zwei Songs im Boot gewesen, und rausgebracht hat die Band die Platte selbst. (61:33) (09/10)

 

BUSTERS, THE

© Ox Fanzine #33 / Simon Brunner

Make A Move CD

So, so - die BUSTERS hatten den Druck also satt und haben kurzentschlossen selbst Hand angelegt und "Make A Move" in Eigenregie produziert. Na dann mal rein in den Disc-Player und lauschen... ah - "Enjoy Yourself" - das kennen wir doch von der B-Seite der "Don´t Worry, Be Happy"-Maxi-Single. Und dann geht´s auch gleich flott weiter. Der Titelsong "Make A Move" groovt - ja cool! Sollte ich wirklich nach all den Jahren wieder Gefallen an den BUSTERS finden, nachdem ich mich ab der "Sexy Money" 1994 nicht mehr zu den hartgesottenen BUSTERS-Fans zählen liess? Was soll denn das jetzt bei "Don´t Go Searchin´ For Luck"? Scheinbar sehnen sich die BUSTERS etwas an die Zeit zurück, als sie beim Weser Label ihre Platten noch auf Vinyl verklickern konnten, denn so sampelt man einfach das warme Knacken einer vielgespielten Platte diesem Song mitunter. Selbstproduziert? Warum dann nicht auch auf Vinyl? Aber ich will nicht unfair sein, denn ich denke wir haben es unter anderem auch den BUSTERS zu verdanken, dass sich die Skaszene in Deutschland in den letzten Jahren endlich "etabliert" hat. Hervorragende Musiker waren die Jungs ja immer schon und mit mehrmaligem Anhören gefällt auch mir ewigen Nörgler die CD. Trotz der unterschiedlichen Aufnahmetechniken auf "Make A Move" wird man den ungeschliffenen Ska der ersten beiden Scheiben nicht finden. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder (wie im Infoblatt der CD beschrieben) hitverdächtige Nummern. Auch wenn ich ihre Liveauftritte mittlerweile abgedroschen finde muss ich gestehen, dass mir "Make A Move" aufgrund der musikalischen Vielseitigkeit durchaus zusagt.

 

BUSTERS

© Ox Fanzine #54 / Simon Brunner

Revolution Rock CD

Die Institution in Sachen Ska aus Deutschen Landen meldet sich zurück: THE BUSTERS. Fünfzehn Jahre und noch kein bisschen leise?! Stimmt nicht: Leise, melancholisch und ruhig gehen sie zur Sache. Das Stammpublikum besteht längst nicht mehr aus Rude Boys oder Skinheads, was irgendwie durchaus positiv zu bewerten ist, da Ska ja kein Privileg einer Subkultur bleiben und natürlich auch von anderen Menschen gehört werden soll. Auch wenn die Hardliner der 69-Fraktion da anderer Meinung sein werden, aber THE BUSTERS sind schließlich keine Skaband der ersten Stunde. "Revolution Rock" von Jackie Edwards/Danny Ray gefällt mir in der CLASH-Version immer noch am besten, auch wenn als Opener durchaus gelungen. Aber warum eine Cover-Version?! Schließe ich daraus, dass der Rest nicht zieht? Haben THE BUSTERS das gleiche inflationäre Problem, wie viele "große" Künstler, die versuchen, mit Coverversionen auf dem Markt zu bleiben? THE BUSTERS müssen niemanden mehr was beweisen, dennoch steigt die Erwartungshaltung nach diesem Einstieg und die wird nach dem Ohrwurm "Trial And Error" nicht erfüllt. Langsam und ohne energische Höhepunkte läuft "Revolution Rock" auf hohem musikalischem Niveau in superber Produktion an mir vorbei, versüßt mir etwas diesen regnerischen Sonntagmorgen, hinterlässt allerdings mehr Wehmut als Freude. Dann doch lieber die Wände bemalen, denn ein Digipack als Sprühschablone zu verwenden, welch grandiose Idee, auch wenn einem der Spaß an der Sache auf der Innenseite schon wieder genommen wird, da die BUSTERS hinweisen müssen, dass sie für etwaige Schäden durch die Verwendung der Schablone nicht haften. (46:19) (05/10)

 

BUSTERS

© Ox Fanzine #60 / Abel Gebhardt

Sukiyaki Vs. Tokyo Ska Zone MCD

Die unermüdlichen BUSTERS haben mal wieder ein neues Lebenszeichen von sich gegeben, diesmal in Form dieser kleinen, aber feinen Mini-CD. Mit dem Opener hat die Band dann gleich alle Überraschungen auf ihrer Seite, denn Japanisch hat man sie bislang noch nicht singen hören. Dazu gibt es gemütlichen Midtempo-Ska, der im zweiten Song mächtig angezogen wird, um dann beim Instrumental "Sangen.Jaya" wieder etwas relaxter zu werden. Als Bonus zu diesem "Japan-Special" wurde die CD denn noch mit drei Live-Stücken aufgefüllt, die Anfang des Jahres in der Hamburger Fabrik mitgeschnitten wurden. Summa summarum eine nette, kleine CD, die den Fans der BUSTERS das Warten bis zum nächsten Album angenehm verkürzt. (22:43) (7)

 

BUSTERS

© Ox Fanzine #118 / Markus Franz

Supersonic Eskalator

Nun also Richie Alexander aka Dr. Ring Ding fest bei den BUSTERS. Nicht nur mit seiner omnipotenten Live-Präsenz, sondern eben auch auf Scheibe. (Nachdem er ja in 2001 schon mal auf dem „360°“-Album gastierte).Er wechselt sich beim Gesang mit Stammsänger Ron Marsman ab, wobei letzterer eher die typischen BUSTERS-Songs, schnell, poppig mit den längeren Gesangslinien, bedient („One more night“ mal exemplarisch erwähnt), und Richie eben zumeist die vom Reggae-geprägten, mit seinem unverkennbaren Sprechgesang.So bei „Same game“ oder „Evil eye“. Lediglich bei „The money“ erstaunt die Wahl. Hier hätte ich eher mal Ron anstatt des ansonsten genialen Richie erwartet .Es ist ein ungemein vielschichtiges, tolles Album geworden, auf dem sich die Ska-Top-Profis selbst noch übertroffen haben.„Brutales“ etwa ist ein funky Calypso-artiger Song, der schwer aus dem Gedächtnis geht (gesungen von Richie), während das noch mal neu eingespielte „Hanging out with the boys“ (von Ron) an MADNESS und die 2Tone-Area erinnert.Die Hommage an Laurel Aitken („When Laurel was young“) kommt spitzenmäßig, wie auch das Instrumental „Don’s diner“. „Ska-isten“ von Flensburg bis Garmisch werden ihre helle Freude an der Platte haben.Und der Rest der Welt wohl bald auch. Zumindest der tanzenden Welt.

 

BUSTERS

© Ox Fanzine #87 / Jan-Niklas Jäger

Waking The Dead

Lange Beziehungen haben immer auch Änderungen zu überwinden. Euch, liebe BUSTERS, kenne ich jetzt auch schon eine ganze Weile und dieses Jahr habt ihr mir ganz schön zugesetzt. Zuerst Änderungen an eurem Aushängeschild – dem Bläsersatz – und dann auch noch der Rückzug des charismatischen Frontmanns Richie.Nunmehr zu zehnt legt ihr also den dreizehnten Longplayer vor und den Änderungen zum Trotz heißt es hier sogar noch mehr „back to the roots“ als beim Vorgänger „Double Penetration“. Spieltet ihr euch da noch durch die Ska-Geschichte von den Sechzigern bis heute, konzentriert sich das neue Werk auf die Wurzeln eures eigenen Sounds.Dessen Entwicklung begann bekanntlich Ende der Achtziger und war sehr 2Tone-geprägt. So lassen die traditionellen Einflüsse zwar nach, es gibt aber wieder mehr Momente, die etwa an die Vorbilder von MADNESS erinnern.Dafür prädestiniert ist auch die Stimme des nunmehr alleinigen Sängers Ron, der auch bei den beiden Soul-Stücken glänzt. Ja, liebe BUSTERS, ihr wollt euch nicht unterkriegen lassen vom Zahn der Zeit und das ist eurem Neuling durchaus anmerken.Und ich denke, wenn wir uns zusammenreißen, dann schaffen wir’s auch durch diese schwierige Phase.

 

BUSTERS, THE

© Ox Fanzine #37 / Simon Brunner

Welcome To Busterland CD

Die wohl bekannteste und erfolgreichste Skaband Deutschlands feiert mit "Welcome To Busterland" ihren zehnten Longplayer seit ihrer Gründung 1987. Aber ihren BUSTERS-"Rude & Rebel"-Style, den sie nach 1992 mit "Dead Or Alive" abgelegt haben, erreichen sie auch mit dieser Platte samt neuen Gitarristen nicht, auch wenn hin und wieder mal eine verzerrte Gitarre in den fünfzehn Songs verwendet wird. Wahr ist, dass die BUSTERS über Jahre hinweg sich als hervorragende Liveband einen Namen machen konnte, denn es gibt keine vergleichbare deutsche Skaband, die so gekonnt ihre Instrumente beherrscht. Wahr ist auch, dass sich die BUSTERS vielen anderen musikalischen Stilrichtungen bedienen, um ihren Rocksteady- bzw. Skasongs eine eigene, eben die BUSTERS-Note zu verpassen, aber von Skacore, wie im Info behauptet wird, kann hier keine Rede sein. Egal, dieser Schnitzer sei ihnen verziehen, denn "Welcome To Busterland" erinnert mich etwas an "Sexy Money", die ja so schlecht dann auch wieder nicht war. Total daneben finde ich allerdings das QUEEN-Cover "We Are The Champions" - manchen Songs steht einfach kein Offbeat-Kleidchen. Da ich, was deutsche Skabands betrifft, mit den BUSTERS irgendwie auch aufgewachsen bin, fällt es mir umso schwerer festzustellen, dass sich diese einst mal so hervorragende Band zu DER Funskapelle Deutschlands entwickelt hat.

 

Präsentationen

Event Foto

YAK

Jun.
1
2016