Distance In EmbraceTourdaten, Tickets, Interviews, Tonträger

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Genre

Metal, Punkrock/Hardcore

Shows

315 Shows in 128 Städten / 7 Ländern

Zeitraum

11.03.2005 - 26.12.2013

Letzte Show

26.12.2013 - DE-Kassel, Musiktheater

Nächste Show

nicht bekannt

Tourdaten (Archiv)

Archiv
Mär.
11
2005
Freitag Tickets Tickets Tickets
Party / Event - Punkrock/Hardcore
 
Sep.
30
2005
Freitag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
 
 
 
 
Okt.
22
2005
Samstag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
 
123
...
3940
Nov.
26
2005

Interviews

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DISTANCE IN EMBRACE - Zur Hölle mit der Szene!

In Zeiten des Internets kann man eine rege Fluktuation von Bands miterleben. Bands kommen, Bands gehen. Da stellen DISTANCE IN EMBRACE aus dem ostwestfälischen Minden mit fünf Jahren Bandgeschichte und bisher drei Alben eine durchaus positiv überraschende Ausnahme dar. Über 300 Konzerte spielte das Quartett bislang und veröffentlichte im Mai 2009 seinen aktuellen Longplayer „To Hell With Honesty!“. Grund genug, dem sympathischen Vierer ein paar Fragen zu stellen. Ich sprach mit Gitarrist/Sänger Adrian und Shouter/Gitarrist Niko.Was hat sich seit eurem Debüt geändert?Adrian: Unsere Musik ist insgesamt ein Stück härter geworden, ohne dass wir vergessen haben, dass unsere Wurzeln im Punkrock liegen. „The Consequence Of Illusions“, unser Debüt, war mehr emolastig, während „Utopia Versus Archetype“ schon metallischer war.Niko: Diesmal haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere unterschiedlichen Stileinflüsse wieder mehr miteinander zu vermischen. So ist die Platte um einiges verspielter als der Vorgänger.Korrigiert mich, aber euer Albumtitel ist sicherlich ironisch gewählt. Wie wichtig ist euch Ehrlichkeit und in welchem Zusammenhang steht die Wahl des Albumtitels, zielt er, wie ich vermute, ab auf fragliche Entwicklungen der „Core“-Musikszene?Adrian: Da liegst du richtig. Der Titel ist als augenzwinkernde Kritik an eine Szene gemeint, die sich mehr und mehr nur über Style zu definieren scheint. Hardcore-Shows werden mehr und mehr zu Modenschauen. Die Jungs machen untereinander aus, wer die dicksten Eier hat und die heftigsten Moves kann, bei den Mädels wird tonnenweise Schminke aufgetragen. Ich habe nichts dagegen, wenn die Leute im Pit abgehen, im Gegenteil, aber leider ist es oft so, dass jeder dort rücksichtslos sein eigenes Ding abzieht. Sorry, aber das hat rein gar nichts mehr zu tun mit dem, wofür Hardcore unter anderem steht – nämlich gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme.Niko: Natürlich lässt sich so was nicht verallgemeinern und es betrifft sicherlich auch nur einen Teil der Szene. Aber es scheint so, als wäre dieser Teil in den letzten Jahren immer größer geworden.Obwohl ihr mit der Musik nicht euer Butterbrot verdient, schafft ihr es, eure Alben in einem regelmäßigen Abstand von zwei Jahren zu veröffentlichen. Wie macht ihr das und was treibt ihr neben DISTANCE IN EMBRACE?Adrian: Wir sind alle Studenten beziehungsweise haben das Studium vor kurzem abgeschlossen. Die Band nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch, was zur Folge hat, dass man dann doch einige Uniprüfungen auf die lange Bank schiebt oder lieber auf Tour geht als in die Vorlesungen. Es ist nicht immer leicht, das alles unter einen Hut zu kriegen, aber bisher hat es immer irgendwie geklappt. Allerdings muss man dann auch damit klarkommen, dass man irgendwann der Letzte aus seinem Jahrgang ist, der seinen Abschluss noch immer nicht hat, haha!Ihr habt euer aktuelles Release sowie den Vorgänger in den Rape Of Harmonies Studios aufgenommen und hattet HEAVEN SHALL BURN-Gitarrist Alexander Dietz als Produzenten zur Seite. Wie kam es zur Studiowahl und wie war die Zusammenarbeit?Adrian: Bei den Aufnahmen von „Utopia Versus Archetype“ wählten wir das Rape Of Harmonies Studio, weil wir deren Produktionen für HSB, MAROON und NARZISS kannten. Wir waren mit dem Sound unseres Debüts nicht wirklich zufrieden und wollten daher in ein professionelleres Studio gehen, um auch soundtechnisch einen Schritt weiterzukommen.Niko: Die Arbeit des gesamten Rape Of Harmonies-Teams war einfach hervorragend. Vor allem Alex brachte sich als Produzent voll in die Schaffensphase mit ein, das waren wir zuvor gar nicht gewohnt. Wir haben uns daher ganz bewusst entschieden, wieder dort aufzunehmen und von Alex produzieren zu lassen. Es kann einer Band nur gut tun, wenn sie einen Produzenten hat, der zu hundert Prozent bei der Sache ist und hinter dem steht, was man gemeinsam produziert.Wie nehmt ihr die wirtschaftliche Entwicklung der Musik als vermeintliche Underground-Band auf einem etablierten Indielabel wie Horror Business wahr? Ist sie so negativ, wie generell behauptet wird?Adrian: Es ist tatsächlich so, dass immer weniger CDs verkauft werden. Man kann es den Leuten ja noch nicht mal verübeln. Warum sollte man sich etwas kaufen, was man auch umsonst aus dem Internet haben kann? Das daran aber vor allem kleine Bands und Labels zu knabbern haben, wird oft übersehen. Natürlich ist es für eine unbekanntere Band gut, wenn ihre Musik über das Internet verbreitet wird und auf diese Weise so viele Leute wie möglich deine Musik entdecken können. Allerdings ist das meiner Meinung nach etwas kurz gedacht: gerade kleinere Bands sind auf CD-Verkäufe angewiesen. Wenn Indielabels die ohnehin schon kleinen Auflagen ihrer Bands nicht mehr loswerden, dann überlegen sie sich zweimal, ob sie überhaupt noch Platten veröffentlichen sollen. Immer mehr Labels werden aufgelöst. Das wiederum ist für Newcomer Bands natürlich sehr schlecht, da sie nirgendwo mehr einen Fuß in die Tür bekommen, wenn es keine kleineren Labels mehr gibt.Niko: Etablierte Bands verkaufen vielleicht auch nicht mehr so gut wie früher, aber sie haben große Fangemeinden, innerhalb derer es immer noch viele Leute gibt, die sich auf jeden Fall ein Album kaufen werden. Ich glaube, diese Mentalität ist bei kleineren Bands weniger gegeben. Die Leute machen sich eben nicht so viele Gedanken darüber, was hinter der Musik steckt. Von daher kann man den Leuten immer nur wieder sagen: unterstützt lokale Bands und Underground-Labels. Oftmals hauen diese ihre Platten für einen viel günstigeren Preis raus als die großen Konzerne, zudem kann man so wirklich einen Beitrag zur Unterstützung der Musikszene leisten.Dass ihr eure aktuelle CD als Special mit einer Bonus-DVD rausgebracht habt und diese für lediglich zehn Euro anbietet, ist also auch kein gravierender Rechenfehler, sondern ein Ansatz, das Medium Musik als physisches Produkt wieder interessanter zu gestalten?Adrian: Genauso ist es. Gerade in der Zeit zunehmender illegaler Downloads wollte Horror Business zusammen mit uns ein Zeichen setzen, und das Album mit Bonus-DVD und aufwändigem Artwork für einen Appel und ein Ei anbieten. Es soll ein Dankeschön an die Leute sein, die sich eben nicht nur mit der Hälfte des Produkts zufrieden geben, sondern auch Wert auf ein anspruchsvolles Artwork und die Texte legen.Rechnet sich das für euch überhaupt am Ende oder zahlt ihr hinterher drauf?Niko: Dass da nicht viel hängen bleibt, ist natürlich klar. Aber wir wollten dieses Experiment wagen und schauen, wie es angenommen wird. Wir bieten alle unsere Sachen so günstig wie möglich an, reich wird dadurch niemand von uns.
 
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DISTANCE IN EMBRACE - In der Kürze liegt die Würze

Mit DISTANCE IN EMBRACE meldet sich 2012 eine der beständigsten Bands im hiesigen Metal/Hardcore-Dschungel nach drei Jahren Pause mit einer neuen EP „The Best Is Yet To Come“ zurück und legt damit wieder ein Brett vor, an dem sämtliche Nachahmer schwer zu Schlucken haben werden. Warum jedoch nach so einer langen Zeit nur eine EP veröffentlicht wird, und wie DISTANCE IN EMBRACE die Entwicklung der Szene und ihrer vermeintlichen Musikerkollegen einschätzen, erfuhr ich im Gespräch mit den beiden Gitarristen und Sängern Adrian und Nikolai.Das letzte Mal hatten wir 2009 das Vergnügen, als ich euch mit Fragen zu eurem vorigem Album „To Hell With Honesty“ löcherte. Mittlerweile sind ganze drei Jahre ins Land gezogen und euer neuer Output ist zwar wieder eine gewaltige Mixtur aus Metal und Hardcore geworden, jedoch praktisch nur halb so lang wie der Vorgänger. Warum habt ihr euch gegen ein Album und für das EP-Format entschieden?Adrian: Das war schon im Voraus so geplant. Dahinter stand die gemeinsame Überlegung mit unserem Label Horror Business Records, mit dem neuen Release eine andere Strategie zu verfolgen. Ich glaube, dass sich die Hörgewohnheiten, vor allem bei den jungen Leuten angesichts der Flut an Bands und Musikrichtungen, mittlerweile verändert haben. Man setzt sich nicht mehr hin und hört ganze Alben durch, man stellt da eher seine mp3-Playlist auf Shuffle und hört sich nur seine Lieblingssongs im Durchlauf an. Ich denke, deswegen wird es für Bands zunehmend schwieriger, ganze Alben mit über 40 Minuten Länge zu veröffentlichen, ohne dass der Zuhörer des Öfteren auf den Skip-Button drückt.Nikolai: Wir wollten außerdem auch mal etwas Neues machen. Immerhin hatten wir schon drei Alben veröffentlicht, wir wollten uns dieses Mal mehr Zeit beim Songwriting nehmen und auch kritischer mit uns selbst umgehen. Früher hatten wir eher zum Ziel, so schnell wie möglich so viele Songs auf einmal zu schreiben, dieses Mal haben wir im Vorfeld auch einige Ideen verworfen und nur an den Songs weitergearbeitet, von denen wir 100% überzeugt waren.Ihr habt es bereits angesprochen, es scheint, als hätten sich die Hörgewohnheiten der Leute stark geändert. Ich finde jedoch auch, dass durch die ansteigende Quantität von Veröffentlichungen die Qualität stark zurückgeht. Ich kann eigentlich auf Anhieb zehn Alben aus den Neunzigern nennen, die ich als Meilensteine bezeichnen würde. Welche drei Alben würden euch spontan einfallen, die als solche gelten, die jedoch in den letzten fünf Jahren entstanden sind?Adrian: Das ist eine sehr schwere Frage und liegt natürlich im Auge des Betrachters. Spontan würde ich da nennen: ARCHITECTS „The Here And Now“, THRICE „The Alchemy Index I & II“ und FOR THE FALLEN DREAMS „Changes“. Das sind zumindest die, die mir am ehesten dazu einfallen würden. Ich glaube aber auch, dass man viele Alben als persönlichen Meilenstein ansieht, weil man damit bestimmte Erinnerungen koppelt. Dazu gehören ja auch Erfahrungen, die man als Jugendlicher macht, für die diese Alben dann der Soundtrack waren. Mit zunehmendem Alter werden solche Schlüsselerlebnisse vielleicht weniger, zudem ist man auch nicht mehr so begeisterungsfähig für neue Musik, wie man es vielleicht noch in jungen Jahren war.Musikalisch bewegt ihr euch in einer Nische mit vielen Bands, die ganz klar von dem Trend leben, je härter und stumpfer, desto besser. Meiner Meinung nach fehlt es dem neuen Metalcore und dem daraus geborenen Deathcore definitiv oft an Substanz und inhaltlicher Qualität. Wie wichtig sind euch eure Texte und Inhalte, die ihr mit eurer Musik vermittelt?Adrian: Das war und ist uns nach wie vor sehr wichtig. Wir haben das Texteschreiben immer schon als eine Art „Selbsttherapie“ gesehen, um Erlebnisse zu verarbeiten oder auch eigenen Gefühlen ein Ventil zu bieten. Ich muss dazu aber sagen, dass wir keine großen Dichter sind und unsere Texte sicherlich keine poetischen Meisterwerke. Wir haben ja damals als Punkband angefangen und haben meistens eher frei von der Leber weg Texte geschrieben. Aber ich gebe dir Recht, was man heute ab und zu bei Bands des oben genannten Genres liest, da rollen sich einem die Fußnägel auf. Entweder ist es irgendwelches belanglose Zeug, was kein Mensch versteht, oder es werden gar sexistische Inhalte darunter gemischt.[/b]Genau das ist es, was mich daran stört und ich hab da spezielle Bands im Sinn. Würdet ihr Konzerte absagen, wenn ihr wisst, dass solche Bands mit von der Partie sind?Nikolai:[/b] So weit würden wir nicht gehen, glaube ich. Es sei denn, es handelt sich um rechte Bands.Adrian: Letztendlich übernimmt jede Band selbst die Verantwortung für ihre Texte. Ich kann mich mit solchen Texten nicht identifizieren. Ich glaube aber auch, dass der Großteil dieser Bands diese Texte nicht ernst meint und damit auch nicht die eigene Überzeugung kundtun möchte. Wobei sich mir der Sinn nicht erschließt. Man kann nicht jeden Bockmist mit dem Argument verteidigen, man würde es einfach nur aus Spaß machen oder es sei eine Kunstform.
 

Reviews

DISTANCE IN EMBRACE

© Ox Fanzine #104 / Tim Masson

The Best Is Yet To Come

Schon seit Jahren gehen DISTANCE IN EMBRACE aus Minden, Westfalen entschlossen ihren eigenen Weg. Auf diesem hängen sie mit ihrem brachialen und zeitgleich melodiösen Metalcore die Konkurrenz mit jeder Veröffentlichung ein Stückchen weiter ab, so auch mit „The Best Is Yet To Come“.Zeit zum Durchatmen lässt das Quartett einem hierbei nicht. Es gibt zwar nur sechs neue Songs zu hören, die walzen dafür umso mehr und hauen alles und jeden um. Erneut sind DIE viel besser als die ganzen Klone, die sich hier und da breitmachen, erneut erscheint die EP beim sympathischen Label Horror Business Records und erneut ist das Grund genug, der Band für die kommende Ox-Ausgabe mal ein paar Fragen zu stellen.Weiter so, Jungs!

 

DISTANCE IN EMBRACE

© Ox Fanzine #59 / Lauri Wessel

The Consequence Of Illusions CD

DISTANCE IN EMBRACE sind niemand geringeres als die Mindener RENT-A-TENT, die ihren Namen nach den Aufnahmen zu "The Consequence Of Illusions" änderten. Und das ist nur gut, denn zu diesem Album würde RENT-A-TENT als Bandname so gar nicht passen. DISTANCE IN EMBRACE sprengen mit "The Consequence Of Illusions" locker den Rahmen dessen, was man von RENT-A-TENT erwartet hätte, das Album ist vielschichtig, überraschend emotional, abwechslungsreich und tiefgängig. Mit dem Opener "Ambush" gibt es einen sehr harten, metal-lastigen Song, an anderen Stellen werden die Mindener ruhiger, bringen Pianos, Emo- und Indie-Elemente ein, oder werden punkiger. Auch die beiden Sänger/Gitarristen Adrian Reinboth und Nikolai Falke schaffen das Wechselspiel aus Gesang (Adrian) und Schreien (Nikolai) gut. Mal wirken DISTANCE IN EMBRACE wütend und aufgekratzt, mal ruhig und nachdenklich. Man hat aber an keiner Stelle das Gefühl, dass es sich hier um eine Band handelt, die diese Musik macht, weil sie gerade angesagt ist. Denn auch wenn man DISTANCE IN EMBRACE guten Gewissens mit frühen WATERDOWN und FROM AUTUMN TO ASHES - also einem Sound, der sich gerade großer Beliebtheit erfreut - vergleichen kann, so sind sie nicht glatt geschliffen und bieder (und nein, das soll nicht heißen, dass WD oder FATA bieder oder glatt geschliffen sind). In ihren Songs schwingt eine gute Portion Wut bzw. ehrliche Emotion mit. Ein gutes Album, das auf sehr sympathische Art und Weise beides miteinander verbindet! (39:06) (08/10)

 

DISTANCE IN EMBRACE

© Ox Fanzine #84 / Thomas Eberhardt

To Hell With Honesty

DISTANCE IN EMBRACE haben sich für ihr neues Album wirklich ins Zeug gelegt, denn sowohl musikalisch als auch vom Package her, es gibt nämlich eine DVD obendrauf, hat man alle Register gezogen. Screamo-Bands gibt es viele, aber das Quartett aus Minden und Horror Business setzen mit den zehn Songs auf „To Hell With Honesty" Maßstäbe und „spucken dem Szenemonster" ins Gesicht, denn das Album ist eine Abrechnung mit den Trends und der Entwicklung hin zum Oberflächlichen.Textlich bewegt man sich auf der persönlichen Ebene, gesanglich meint man Jeff Walker von CARCASS röchle persönlich, während instrumental wie in „A Bolt From The Blue" der reinste Ausnahmezustand herrscht.Düster-melodische Metalriffs werden in einem unmenschlichen Tempo zelebriert und die Produktion von Alexander Dietz (Rape Of Harmonies) setzt noch mal ein Ausrufezeichen hinter dieses gigantische Album.Den Neuling von DISTANCE IN EMBRACE werde ich in Ehren halten und auf Dauerrotation läuft er ohnehin schon. Unbedingt holen, denn auf der zusätzlichen DVD gibt es neben dem Making-Of auch noch zwei Clips, viele Live-Aufnahmen und einen lustigen Tourbericht.

 

DISTANCE IN EMBRACE

© Ox Fanzine #72 / Lauri Wessel

Utopie Versus Archetype CD

Sie haben sich ein ganzes Stück weit entwickelt, ihren melodisch-metallischen Hardcore verfeinert, durch etliche Shows ein beachtliches Mehr an Erfahrung gesammelt und veröffentlichen nun ihren zweiten Longplayer. DISTANCE IN EMBRACE aus Minden könnten - das darf man nach dem Hören von "Utopia Versus Archetype" wohl sagen - zu einer größeren Band in der deutschen Hardcore-Szene werden. Denn auf sympathisch-eindrucksvolle Weise fusioniert die Band hier metallische Sounds mit treibendem Hardcore à la GRADE. Sie baut Melodiebögen auf und kontrastiert selbige sogleich mit markanten, Metalcore-orientierten Passagen. Dann wechselt sie die Tempi, streut geschickte Breaks ein und versucht sich so immer wieder musikalisch zu emanzipieren, auch wenn sich hier Parallelen zu allerlei modernen Bands wie FROM FIRST TO LAST, FROM AUTUMN TO ASHES oder durchaus auch MY CHEMICAL ROMANCE ziehen lassen. Die ureigene Rauheit des Sounds der Mindener und die hinterntretende Produktion machen dieses Album aber sympathisch und lassen es gerade nicht wie eine Kopie erscheinen. Trotz der etwas befremdlichen Jazzparts, die in einigen Songs einen Radikalkontrast zu allen genannten Einflüssen sind, ist DISTANCE IN EMBRACE das zweite Album geglückt. (41:00) (8)

 

Konzert

Event Foto

Pascow

Jun.
10
2016