INTEGRITYTourdaten, Tickets, Interviews, Tonträger

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Genre

Punkrock/Hardcore

Shows

72 Shows in 60 Städten / 16 Ländern

Zeitraum

15.08.2003 - 23.08.2013

Letzte Show

23.08.2013 - SE-Linköping, L Órient

Nächste Show

nicht bekannt

Booking

Tourdaten (Archiv)

Archiv
 
Aug.
16
2003
Samstag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
 
 
Aug.
22
2003
Freitag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
Aug.
27
2003
Mittwoch Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
Aug.
28
2003
Donnerstag Tickets Tickets Tickets
Konzert
 
 
123
...
89
Aug.
30
2003

Tonträger bei finestvinyl

Cover

INTEGRITY - BLACK HEKSEN RISE | 7"

 
Cover

INTEGRITY - HUMANITY IS THE DEVIL (20TH ANNIVER | LPD

 
Cover

INTEGRITY - POWER TRIP - SPLIT | 12"

 
Cover

INTEGRITY - SUICIDE BLACK SNAKE | LP

Legionen von bekehrten Seelen huldigen seit 1988 am Altar von INTEGRITY. Dwid Hellion und seine Kollegen stiegen aus dem Untergrund von Cleveland mit dem Verlangen auf, Metal zu spielen, der nach Mord, Rache, dem Okkulten und noch vielem mehr schmeckt. Nach zahllosen Äras, Labels und Bandmitgliedern ist es noch immer Gründungsmitglied/Sänger Dwid Hellion, der die Band nach vorne treibt, sein eigenes Label ,Holy Terror Empire" betreibt und in der Welt der extremem Musik den Status bekleidet, den David Koresh, Jim Jones und Pol Pot in der Frage der Bevölkerungskontrolle vertreten. Über die Zeit hinweg sind die visuellen und musikalischen Visionen riesengroß geworden und kulminieren hier in dem vielseitigsten Album in der Geschichte der Band: ,Suicide Black Snake".
 
Cover

INTEGRITY - SYSTEMS OVERLOAD | LP

 

Interviews

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INTEGRITY

INTEGRITY gehören seit nunmehr dreizehn Jahren zur Elite der Hardcoreszene. Vor allem ihr 1995er Debüt "Systems Overload" und gleichzeitiger Einstand auf Victory Records dürfte dem Grossteil der HC Fraktion bekannt sein, haben sie mit Bands wie STRIFE und EARTH CRISIS doch sicherlich eine ganze Szene enorm mitgeprägt. Die Band, die dafür bekannt ist, kein Album wie das andere klingen zu lassen, meldet sich nun nach ihrem metallastigsten ´99er Output "Integrity 2000" mit dem neuen Machwerk "Closer" zurück und wieder mal ist alles anders...Im gleichen Atemzug mit dem Begriff INTEGRITY von einer "Band" im herkömmlichen Sinne zu sprechen stellt sicherlich keinen guten Ansatz dar, wechseln die Mitglieder um Mastermind Dwid doch mindestens im Abstand von einer Veröffentlichung zur nächsten. So auch bei "Closure", auf dem kein Protagonist des ´99er Albums "Integrity 2000" beteiligt ist. "Es stimmt, dass bei INTEGRITY zu keiner Zeit ein festes Lineup existiert hat, geschweige denn existiert" , beginnt der zu Recht oft als "wortkarg" bezeichnete INTEGRITY Kopf Dwid Ende April zu erzählen. "Vielmehr handelt es sich bei allen Musikern auf dem neuen Album ausschließlich um Freunde, die auch bislang, etwa durch vorige Bands, keinen Bekanntheitsgrad erlangt haben." Wie auch auf dem Vorgänger, verzichtete man bei der Gestaltung des Booklets von "Closure" auf Lyrics, doch sollen diese laut Dwid "irgendwann auf der offiziellen Homepage www.holyterror.com/2000" erscheinen.Dieses Problem kennt man schon ausgiebig von anderen INTEGRITY-Releases, die zwar nie die Dimensionen der CD-Kapazität sprengen, sich aber immer durch stete Entwicklung auszeichneten. Wer mehr als zwei Platten der Band im Schrank hat, wird bestätigen können, dass keines der Alben wie seine Vorgänger oder Nachfolger klingt. War mit dem Erscheinen des ´99er Albums "Integrity 2000" noch anzunehmen, auch diese Band würde sich auf der kommerziellen Welle des so genannten "New Metal" treiben lassen, geht das neue Langeisen doch ein kräftiges Stück "back to the roots" und kommt mit gewohnt kurzer Spielzeit daher, besticht dafür jedoch mit Tönen, die vorwiegend im Bereich des 80er Jahre-Punks anzusiedeln sind. "Das war schon immer so. Ich versuche seit jeher, jedes meiner Alben im Vergleich zum Vorgänger anders klingen zu lassen. Dass "Closure" punkiger klingt, liegt wohl an der Tatsache, dass ich in letzter Zeit hautpsächlich alte Platten höre, mit denen ich aufgewachsen bin. Dazu gehören vor allem SAMHAIN und die ersten MISFITS-Veröffentlichungen, aber auch weiterhin viel altes Industrialzeug und auch einige Jazzsachen."Wie es von INTEGRITY seit einigen Releases nicht anders zu erwarten ist, befinden sich allerdings auch auf "Closure" wieder mal einige Soundspielereien, die von weniger wohlmeinenden Menschen doch eher als "Lückenfüller" interpretiert werden. Dwid sieht diesen Fakt jedoch ganz anders: "Das dient zur Unterstützung des dreckigen und düsteren Sounds. Das Album hat auch deswegen eine andere Produktion als die bisherigen und stellt gleichzeitig das bisher düsterste INTEGRITY-Album dar."Was auch an dem verwaschenen, leicht an DANZIGs Debütalbum erinnernden Cover zu erkennen ist. "Das Booklet habe ich selbst entworfen. Neben eigenen Zeichnungen sind auch Szenen eines bekannten Films gecaptured worden." Den Namen des Movies möchte Dwid aber nicht verraten, denn "dann wäre der Spass an der Sache hinüber" und suhlt sich geradezu darin, den Fans ein kleines Quiz aufzugeben. Wer von euch den Namen des Films als erster herausbekommt und hieb- und stichfest beweisen kann und die Lösung an dominik@punkrawk.com schickt, bekommt eine kleine Belohnung von mir! In der nächsten Zeit denkt Dwid über eine eventuelle Tour zum Support des neuen Albums nach und widmet sich neben diversen Nebenprojekten, zu denen übrigens PSYWARFARE momentan nicht mehr gehört, der Sichtung alten Videomaterials, welches "eventuell irgendwann in Form eines Homevideos erscheinen könnte."
 

Reviews

INTEGRITY

© Ox Fanzine #43 / Dominik Winter

Closure CD

Zwei Jahre sind seit dem ´99er Release "Integrity 2000" ins Land gezogen und seitdem hat sich nicht nur die Wiederumbenennung vom damaligen Bandnamen INTEGRITY 2000 ins simple INTEGRITY vollzogen. Wie es bei INTEGRITY Veröffentlichungen schon seit eh und je zum Programm gehört, gleicht auch "Closure" in keinster Weise seinem direkten Vorgänger und auch diesmal ist, ausgenommen natürlich Mastermind Dwid, das Lineup ein komplett anderes. Wo "Integrity 2000" noch verstärkt in die sogenannte New School Richtung ging, besinnt sich der neue Output wieder mehr auf alte Werte. Wo auf dem letzten Output fette und brachiale Gitarrenwände, hochgepushte Drums und eine Mörderproduktion ihren Platz hatten, gibt es jetzt wieder eine wesentlich rauhere und weniger trendorientierte Produktion, die INTEGRITY wieder von ihrer punkigsten und dreckigsten Seite zeigt. Dwid hat im Vorfeld der Produktion wieder vermehrt MISFITS, SAMHAIN und weitere seiner jugendlichen Vorbilder gehört und verarbeitet diese Einflüsse in seinem immer noch weisend aggressiven Gesamtsound. Der Opener "Bloodlust" lässt das Blut gefrieren, "Hybrid Moments" punkt und rockt wie THE BUSINESS und "Mine" erreicht durch den geilen Wechselgesang zwischen Punkrock und Dwid´s aggressiven Shouts den uneingeschränkten Ohrwurmsiegel. Einziges Manko sind die nicht vorhandenen Infos über Bandmitglieder, Lyrics und Produktionsstätte und mal wieder das INTEGRITY-Problem: nur knapp ´ne halbe Stunde Spielzeit mit zwischenzeitlichen Soundexperimenten aufzufüllen, muss nun wirklich nicht sein.

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #66 / Tobias Ernst

Palm Sunday CD+DVD

Wir schreiben die späten 1980er Jahre und die zweite Welle des amerikanischen Hardcore rollt mit Wucht über das Festland. Neben vielen anderen Bands dieser Zeit sind es vor allem INTEGRITY, die mit ihrem bösartigen Cleveland-Hardcore-Style für Aufsehen sorgen. Die nun vorliegende, von Bandchef Dwid selbst erstellte CD- und DVD- Compilation zeigt die Band bei einem Live-Auftritt aus dem Jahr 1992. Das Jahr, in dem der Erfolg der Band so ziemlich seinen Zenit erreicht hatte. Sehr authentisch und irgendwie auch etwas, nun ja, nennen wir es mal plump, wirkt die Aufnahme des Konzertes, gemessen an heutigen Maßstäben im Live-DVD Bereich. Aber gerade das dürfte für Fans so interessant sein, denn hier kann man die Band noch einmal im Original- Line-up bewundern! Zu sehen und hören gibt es alte Klassiker, zum Beispiel "Harder they fall" vom ersten (oder doch zweiten?) Demo der Band, sowie "Dawn of a new apocalypse" und "Judgement day". Es ist schön zu sehen, dass vor 14 Jahren noch nicht der Style auf einem Konzert regiert hat, sondern die Fans und die Band sich gleichermaßen abfeiern, ohne die albernen Kicks und Moves der heutigen Metalcore-Gemeinde. Die insgesamt 10 Songs bei einer Spielzeit von knapp 30 Minuten sind zwar ein intensives, aber leider auch sehr kurzes Live-Zeugnis einer außergewöhnlichen Band. Was dieser Compilation aber wirklich fehlt, ist sämtliches Bonusmaterial. Denn, selbst wenn von dem Konzert damals nichts weiter an Drehmaterial vorhanden ist als das vorliegende Konzert, so hätte man doch zumindest mal Dwid zu Wort kommen lassen können, oder - falls vorhanden - ein paar Videoclips oder sonst etwas für den geneigten Fan beisteuern können. Ebenso bietet das Booklet keinerlei Linernotes oder Texte. Somit ist und bleibt "Palm Sunday", was es ist. Ein authentisches und rohes Zeugnis der Hardcore-Geschichte Clevelands, das für Fans der Band interessant sein dürfte, aber leider wohl kaum dazu geeignet ist, heutige Hardcore-Kids für den Oldschool-Style zu begeistern. Ich freue mich trotzdem über die vorhandene Compilation und wer die Band kennt, wird selbst wissen, ob er sich "Palm Sunday" anno 2006 noch zulegen muss. (28:17) (7)

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #28 / Carsten Vollmer

Seasons in the size of days CD

Der Hardcore und seine Auswüchse Teil 2! Was Joachim im Ox #27 mit christlichem HC angefangen hat, möchte ich hier nun weiterführen und was bietet sich da an? Richtig: Black-HC! Integrity bezeichnen sich selber als Horror band with visions of the apocalypse und wer schon Songs mit Charly Manson aufnimmt, hat sowieso einen an der Waffel, denn dieses Hippie-Folk-Gewäsch will eh keiner mehr hören. Er ist kein Gott, sondern nur ein armer, alter & verwirrter Mann, der für wichtig gehalten wird und alleine daraus seine Lebensberechtigung ableitet. Zur Musik muß man wohl nicht mehr viel sagen, es mosht überall und 'Bang!', schüttelst du deinen Kopf. Achtung, jetzt kommmt ein Solo... und ein erkälteter Sänger schreit wie wild in seiner verzweifelten Suche nach Erlösung. Wenn Apokalyptiker dann auch noch so richtig melancholisch werden, ist die atmosphärische Klavier-Ballade nicht weit, hach, in Moll klingt das alles gleich viel trauriger. Snief!

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #28 / Marc Lohausen

Seasons in the size of days CD

The holy church of terror crew is back on the map und so unglaublich gut, daß Worte fast nicht mehr ausreichen den Mayhem aus Metalriffs, Hardcoregebolze, stumpfen Solis und Dwids göttlich rauhen Gesang zu beschreiben. Besser als bei INTEGRETY kann inhaltlich überlegter Haß auf die Welt nicht umgesetzt werden. Für Nicht-Fans ist es vielleicht nur stumpfer, unorigineller Metal, für mich aber die Institution, wenn es um Haß, Power und Hardcore geht. Natürlich sind zig andere Bands einfallsreicher, musikalisch besser, aber das ist bei INTEGRETY egal. Wenn es bei deren Kosmos ein Problem gibt, wird es musikalisch umgesetzt, rausgeprügelt, mal langsam, dann Knüppel: auf die Fresse eben. Sollen textliche Everygreens wie All I can think about is revenge" gesungen oder geschrien werden? Wenn sie authentisch sein sollen, dann werden sie ausgekotzt, und darin ist Dwid unschlagbar. Die Art der Musik braucht auch kein sinnentleertes MACHINE HEAD-Gitarrengewichse, sondern stumpfe an BEOWULF zu Lost my head"-Zeiten erinnernde Soli. Bis dahin unterscheidet sich die Platte nicht groß vom Vorgänger, bis bei Millenial Reign" Dwids Vorliebe (vgl. PSYWARFARE) zu Synthie/Orgel-Spielereien zum Vorschein tritt, und derart schwer die Ausweglosigkeit untermalen, daß es keiner Black Metal-Schminke bedarf, um zu fühlen, daß hier gelitten wird. Von einem Konzeptalbum zu sprechen ist vielleicht übertrieben, aber Form-Inhalt" wird derart beängstigend umgesetzt, daß die Scheibe allein deswegen schon besser als alles andere aus dem Genre ist.

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #109 / David Micken

Suicide Black Snake

Sänger Dwid Hellion hat sich für das neue INTEGRITY-Album mit Robert Orr zusammengetan, hat alles selbst geschrieben, selbst aufgenommen und selbst produziert. Das Ergebnis spaltet. Dwid Hellions Stimme hört man das Alter inzwischen stark an.Für mich liegt sie im Mix auch viel zu weit vorne und verbindet sich nicht mit den Gitarren. Irgendwie scheint auch der Bass in der Produktion verloren gegangen zu sein. Musikalisch klingt das alles düster und böse.Sehr viele ruhige und getragene Passagen mischen sich mit zweistimmigen Riffs und Gitarrensoli. Sehr kurz kommt hier der Hardcore. Die Produktion klingt nach einer Mischung aus dem Sound des Siebziger-Jahre-Hardrock und Achtziger-Jahre-Hardcore/Metal.Eigentlich schon irgendwie spannend, ganz klar versuchen INTEGRITY sich 2013 weiterzuentwickeln und das ist gut. INTEGRITY klingen dabei auch noch wie INTEGRITY, nur im Vergleich zu „The Blackest Curse“ hat „Suicide Black Snake“ deutlich weniger Druck und die deutlich schlechtere Produktion.Will ich überhaupt etwas zum Schlagzeug sagen? Klingt, als kloppt der Drummer auf einem Pappkarton herum.

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #20 / Joachim Hiller

Systems Overload CD

Das nigelnagelneue Album von den SE-HC-Königen aus Cleveland, und fuck, das Teil hier geht ab wie Sau. Systems Overload ist da exakt der angemessene Titel, denn um die Stereoanlage samt Boxen wegzublasen, braucht es hier nicht viel. Dwids durchgedrehter, überspannter Schreigesang wird perfekt ergänzt von Aarons und Franks teilweise recht metallischem Gitarrenspiel, unterlegt von treibenden, düsteren Bassklängen und hektischem Drumming. Nope, finde hier definitiv nichts, was Minuspunkte rechtfertigen könnte. Hardcore für die Überholspur. Als Bonus enthält die CD übrigens (in wesentlich beschränkterer Klangqualität) die Songs der Demos von '87 bzw. '89. Haben!

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #91 / Andreas Zengler

The Blackest Course

1994, ich war infiziert von meinen Helden wie YOUTH OF TODAY, GORILLA BISCUITS und tausenden andere, sah ich eine Band, die meine Vorstellung von Hardcore aus den Angeln hob. Da stand ein Typ mit blondierten Haaren, sein Name war Dwid, mit durchtrainiertem Körper und Bermudashorts auf der Bühne, welcher mich eher an einen netten Surferboy erinnert, der gut gelaunt die Sonne und sein Leben genießt.Allerdings sprach die Musik eine andere Sprache. Es war pure Brutalität, welche durch schwere, schleppende und düstere Metalgitarren erzeugt wurde. Dazu der nette „Surferboy“, welcher seinen Hass auf Gott und die Welt herausschrie mit der Energie eines Atompilzes.„Systems overload“ fickte die besagte Bude kaputt. Allerdings war die Sache für mich schon damals zu metallisch. Nun sind 16 Jahre vergangen und aus der einst so schillernden Persönlichkeit ist eine graue Eminenz geworden, die energielos und müde erscheint.Die Musik ist immer noch voller Brutalität, allerdings ist der Gesang nicht mehr halb so aggressiv wie vor 14 Jahren und im Vergleich zum Atompilz nur noch ein Glühwürmchen. Es wird auch vermehrt auf gebetsartiges Sprechen denn auf Singen zurückgegriffen, welches wohl auf Dwids religiöse Irrwege zurückzuführen ist.Songtitel wie „Process of illumination“ oder„Invocation of the eternally coiling serpent“ zeigen mir, wie sehr die „dunkle Seite“ sein Leben bestimmt und somit sind die Texte für mich, als gutgläubigen Menschen, eher belanglos.Mein letztes Live-Erlebnis war 2008 und da musste ich feststellen, dass mich seine Performance eher an „The next Uri Geller“ erinnerte als an eine HC-Show. „The Blackest Course“ bietet zehn Songs, in denen man vermehrt auf technische Fähigkeiten des Tontechnikers zurückgreift, wobei man in diesem Fall sagen muss: „Weniger wäre mehr gewesen“.Fans der Band werden sich die Scheibe schön reden, für mich ist sie einfach langweilig. „Systems overload“ bleibt aber trotzdem ein Überhit in der HC-Geschichte.

 

INTEGRITY

© Ox Fanzine #53 / Dominik Winter

To Die For MCD

Es ist ein Kreuz mit INTEGRITY: Auflösung, eine neue Band, mit der man einen Samplerbeitrag erstellte, jetzt die Reunion - die aber nach dem Hören von "To Die For" ihre Berechtigkeit hat. Verkaufte man bislang seine Werke mit einer Spielzeit unter einer halben Stunde als Album, zeigt der Labelwechsel von Victory zu Deathwish hier schon positive Auswirkungen, wird "To Die For" doch als MCD verkauft, auch wenn das sicherlich die meisten hiesigen Händler in Sachen Preisgestaltung nicht interessieren wird. Wo auf "Closure" noch die punkigen MISFITS-Einflüsse regierten, geben Frontpsycho Dwid und der zurückgekehrte Ur-Trommler wieder mehr Zunder. Sogar in dem Maß, dass man an das Kultalbum "System Overload" erinnern möchte. Tonnenschwer und endlich wieder mit fetter Produktion bollern uns die Herren Wutkolben wie "Taste Of Sin" in sehr zügiger Geschwindigkeit um die Ohren, gespickt mit feinsten, gedrosselten Mosheinlagen. Gleiches gilt auch für das mit einem grandiosen Drive versehene "Dreams Bleed On". Mit "Blessed Majesty" und "Lost Without You" sind wieder mal Guitar-Only-Füller dabei, entschädigt wird man aber durch das aggressive "Nothing Left", das "System Overload"-ähnliche "Burn It Down" und das punkige "To Die For". Die Formel "Schiefer Brüllgesang plus Moshinstrumentierung" funktioniert so gut wie lange nicht mehr!