MadballTourdaten, Infos, Interviews, Reviews

Nächster Termin:

11.07.2016
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Bewertung:
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Genre

Punkrock/Hardcore

Shows

354 Shows in 196 Städten / 22 Ländern

Zeitraum

22.04.2004 - 15.07.2016

Letzte Show

12.03.2016 - DE-Hannover, Faust e.V.

Nächste Show

11.07.2016 - DE-Düsseldorf, Stone im Ratinger Hof

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Cover

MADBALL - HARDCORE LIVES | LP

 

Interviews

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MADBALL - The HipHop Head

Als der gerade mal zwölfjahrige Freddy Cricien 1988 als Frontmann von MADBALL auf die New Yorker Bühnen trat, war das die Geburt einer der heute dienstältesten Hardcorebands jener Stadt. Heute, fast zwanzig Jahre später, ist der kleine Bruder von AGNOSTIC FRONT-Sänger Roger Miret immer noch als Frontmann von MADBALL aktiv und hat mit "Infiltrate The System" gerade das siebte reguläre Studioalbum seiner Band vorgelegt. Nicht nur der recht provokante Titel des neuen Albums machte mich neugierig, auch inhaltlich haben die New Yorker das politischste Album seit "Set It Off" aufgenommen. Ich sprach mit einem sehr aufgeschlossenen Freddy vor der Show im Marburger KFZ über das erste Konzeptalbum von MADBALL, seinen Bruder Roger und den Verhältnis von Punk und Hardcore, HipHop und Religion.Freddy, du hast im Vorfeld über "Infiltrate The System" gesagt, dass die eine Hälfte ein Konzeptalbum sei und die andere Hälfte typischer MADBALL-NYHC, wie man ihn kennt und liebt. Was kann ich mir unter einem MADBALL-"Konzeptalbum" vorstellen?Ich habe das gesagt, weil viele der neuen Songs sich direkt auf den Albumtitel "Infiltrate The System" beziehen. Deshalb meine Aussage, es sei ein Konzeptalbum. Der andere Teil setzt sich etwas zufälliger zusammen. Manche Songs "dissen" eher, andere wiederum handeln von verflossener Liebe, verstehst du? Aber der Hauptteil dreht sich eben um die Infiltration des Systems. Es geht darum, dass unsere Fans und unsere Freunde selbst Stellung beziehen sollen im Kampf gegen ein übermächtiges System und zusammen stark sind.Euer 2005er Album "Legacy" erschien auf dem legendären amerikanischen Ferret Label. Trotzdem wurde das Album in Europa von Roadrunner Records vertrieben, eurem alten Label Mitte der 90er Jahre. "Infiltrate The System" erscheint nun auf dem belgischen Label I Scream Records. Warum der schnelle Wechsel und was denkst du über den Vertrieb von Roadrunner? Gerüchteweise wart ihr am Schluss ja nicht mehr so zufrieden mit ihnen. Ja, das stimmt schon. Ich denke, dass sie mit dem Vertrieb für "Legacy" einfach keine sehr gute Arbeit geleistet haben. Wir waren lange bei ihnen und veröffentlichten damals auch mit "Set It Off", "Demonstrating My Style" und "Look My Way" erfolgreiche Alben. Aber dann haben sie immer mehr Metal-Bands unter Vertrag genommen und so ein wenig den Sinn dafür verloren, was wir mit unserer Musik zu erreichen versuchten. Wie auch immer, solche Dinge passieren eben. Inzwischen haben wir ja bei Ferret sowie jetzt bei I Scream jeweils ein neues Zuhause gefunden. Gerade Ferret war ein Glücksfall für uns, das beste Label, bei dem wir in Amerika unter Vertrag sein konnten. Und weil Ferret mit Roadrunner zusammenarbeitet, kam es zu dem europäischen Vertriebsdeal und so entstand noch einmal die Verbindung zu Roadrunner. Sie haben bei "Legacy" akzeptable Arbeit geleistet. MADBALL ist aber eine Band mit einer langen Geschichte und für mich sah es so aus, als ob sie ihre Arbeit ohne den nötigen Enthusiasmus gemacht haben. Es gab viel Presse im Vorfeld von "Legacy" und es kann sein, dass sie mit der Promotion anderer Bands beschäftigt waren. Deswegen haben wir uns nun letztendlich für I Scream entschieden, denn wir denken, dass sie mehr Leidenschaft für MADBALL aufbringen.Als "Legacy" erschien, hast du dazu gesagt: "This record is our proudest moment. Because I think we have incorporated all the different sides of MADBALL in it. It's our most complete record. It even takes ?Hold It Down' down." Die Texte auf "Legacy" waren ja sehr persönlicher Natur, wenn ich etwa an "Heavenhell" oder "Behind these walls" denke. Das neue Album hingegen ist seit "Set It Off" das politischste, das ihr geschrieben habt. Siehst du das genauso?Stimmt, ich habe damals gesagt, dass "Legacy" besser ist als "Hold It Down" und dazu stehe ich auch heute noch. Das ist genau die von mir eben schon angesprochene Weiterentwicklung von MADBALL, die sich im Verlauf dieser Alben vollzogen hat, und deshalb bin ich auch so stolz darauf. "Legacy" hatte einen sehr persönlichen Charakter und genau deswegen habe ich für "Infiltrate The System" einen anderen Zugang gewählt, der mindestens so politisch ist wie damals bei "Set It Off". Natürlich hätte ich weiterhin persönliche Geschichten erzählen können, aber dieses Mal wollte ich mit meinen Texten die Massen erreichen. Der Spruch "infiltrate the system" geisterte schon lange in meinem Kopf herum und ich habe den auch oft in Gesprächen benutzt. Die Grundidee dahinter ist die: Wenn unsere Fans und unsere Freunde mit ihren freien, unabhängigen Ideen sozusagen den Saatboden vorbereiten, würde sich die Welt im Ganzen zum Besseren verändern. Zum Beispiel wenn sie die großen Plattenfirmen infiltrieren würden, dann hätten wir ein besseres Label. Wenn die Leute die Clubs übernehmen würden, dann hätten wir bessere Clubs ... Und so zieht sich die Idee immer weiter. Somit vervollständigen sich die Dinge gegenseitig. Die Szene, die Texte und unsere Aggressivität - alles wird auf dem neuen Album vereint.Ihr habt MADBALL 1988 gegründet. Dementsprechend feiert ihr, wenn man mal von kurzen Unterbrechungen in eurer Bandkarriere absieht, kommendes Jahr euer zwanzigjähriges Bühnenjubiläum. Habt ihr für diesen Geburtstag etwas geplant? Was noch wichtiger ist: was hättest du ohne MADBALL gemacht in den letzten zwanzig Jahren? Etwa einen normalen Nine-to-five-Job? Das kann ich mir bei dir nämlich gar nicht vorstellen ...Was ich gemacht hätte? Keine Ahnung, es hätte alles Mögliche passieren können. Ich wäre vielleicht im Gefängnis, haha, oder auch in einem stinknormalem Bürojob, wer weiß das schon. Ich habe ja auch schon in normalen Jobs gearbeitet, wie zum Beispiel auf dem Bau. Oft bin ich auch in Situationen geraten, die mir vielleicht besser erspart geblieben wären. Niemand kann wissen, was ich mit meinem Leben angefangen hätte ohne die Musik, die mir oft einen Ausweg geboten hat. Mit MADBALL habe ich Karriere gemacht und dafür bin ich sehr dankbar und natürlich auch stolz. Wie du schon gesagt hast, haben wir die erste EP 1988 veröffentlicht, da war ich noch ein Kind. Und ohne großartig über alles nachgedacht zu haben, brachten wir sie einfach heraus. Es ging uns eigentlich mehr um den Spaß, dass die Musik mein Leben ist, habe ich erst später erkannt. Von da an hatte die Band für mich immer oberste Priorität, gleichgültig, in welchem Job ich nebenbei noch gearbeitet habe. Heute bin ich froh, das alles erlebt zu haben und nun ein besseres Leben zu führen. Viel geplant ist für das Bandjubiläum eigentlich nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich die Jahre nie wirklich gezählt, wir alle fühlen uns immer noch jung und über etwas Spezielles für nächstes Jahr habe ich mir gar keine Gedanken gemacht.Du zählst also die Jahre nicht, aber wenn du zurückblickst, gibt es Dinge, die du aus der heutigen Sicht so besser nie gemacht hättest?Es gibt immer Dinge, die man bereut, aber jeder macht Fehler in seinem Leben. Ich habe aus meinen gelernt und bin dadurch zu dem Menschen geworden, der ich heute bin. Ich sehe meine Fehler also im Rückblick nicht mit Bedauern, sondern eher als Chance. Natürlich sind Streitigkeiten innerhalb der Familie immer tragisch, aber nichts passiert ohne Grund.Im Frühjahr erschien der SICK OF IT ALL-Tribute-Sampler "Our Impact Will Be Felt". Ihr seid natürlich auch darauf vertreten und habt "Give respect" gecovert. Stimmt es, dass es der erste Song ist, den MADBALL jemals gecovert haben?Nein, das stimmt so nicht ganz. Als wir anfingen, legten AGNOSTIC FRONT so etwas wie eine kleine Ruhepause ein und bauten MADBALL auf. Deshalb haben wir zuerst Songs von ihnen gecovert, außerdem "Ready to fight" von NEGATIVE APPROACH und auch KILLING TIME-Songs. Wir wollten so den Bands Respekt zollen, die uns damals so sehr beeindruckt und geprägt haben. Zu dem Tribute-Album: wir wurden gefragt, ob wir einen Song beisteuern wollen, und natürlich haben wir sofort zugesagt. SICK OF IT ALL ist wirklich eine Band, die den Respekt und die Anerkennung anderer Bands verdient hat. Ich meine, sie sind zweifellos eine der Schlüsselfiguren der NYHC-Szene. Außerdem sind sie gute Freunde von uns. Speziell Craig Ahead, ihr Bassist, und ich sind seit unserer Kindheit befreundet. Wir haben uns für "Give respect" entschieden, weil wir einen echten Oldschool-Klassiker covern wollten.Das neue Album klingt für mich metallischer als "Legacy" oder die noch frühere Alben. Haben euch in der Zwischenzeit andere Bands beeinflusst? Vielleicht sogar Metalcore-Bands?Nein, ich sehe keinen Einfluss von anderen Bands auf den MADBALL-Sound. Es ist vielmehr eine Art Evolution, wir haben uns mit jedem Album weiterentwickelt und neue Wege beschritten. Wichtig ist dabei aber, dass unsere Fans MADBALL immer sofort wieder erkennen, "Infiltrate The System" ist also nach "Legacy" der nächste logische Schritt. Es ist einfach etwas zeitgemäßer.Ist es auch "zeitgemäß", ausgerechnet zusammen mit MURPHY'S LAW, einem echten Hardcore-Urgestein, aufzutreten? Was hältst du generell von den vielen Reunions alter Bands, die nach zwanzig Jahren plötzlich aus der Versenkung auftauchen und wieder Konzerte spielen?Zunächst einmal spielen MURPHY'S LAW ja keine richtige Reunion-Tour. Fakt ist, dass sie sich nie wirklich aufgelöst haben. Aber ich weiß, worauf du hinaus willst. Die anderen Band-Reunions, haha, da sind so viele, die plötzlich wieder auftreten. Einige kommen mit wirklich ehrlichen Absichten wieder. Sie haben die Musik vermisst, die Konzerte, und möchten halt heute die Dinge erreichen, die ihnen damals verwehrt geblieben sind. Das finde ich wirklich cool! Das sind die Bands, die auch heute noch etwas zu sagen haben. Leider kommen aber auch viele aus der Versenkung zurück mit der Einstellung, dass ihnen heute viel Geld zustehen würde. Viel mehr, als sie damals haben bekommen können. Das ist für mich der Punkt, an dem es wirklich niederträchtig wird. Wenn Bands zurückkommen, um Spaß zu haben, ist das in Ordnung, aber einfach nur zu spielen, um nun das Doppelte zu verdienen als zum Beispiel AGNOSTIC FRONT oder MADBALL, das kann es nicht sein. Wir haben zu diesem Thema auch einen Song auf dem neuen Album, er heißt "Novelty". Mir ist bewusst, dass ich mit dieser Aussage auch Kritik ernten werde, denn auch MADBALL hatten kleine Auszeiten, trotzdem waren wir über all die Jahre immer präsent, genau wie AF und SICK OF IT ALL.Wo du gerade AGNOSTIC FRONT erwähnst, was hältst du von ROGER MIRET AND THE DISASTERS und wie oft siehst du deinen Bruder eigentlich?Oh, die mag ich sehr gerne. Weißt du, bevor Roger zum Hardcore kam, war er Punkrocker. Wir haben beide verschiedene Seiten. Er ist eher der Punkrocker, ich mache nebenbei HipHop. Wie oft ich ihn sehe? Eigentlich relativ häufig. Erst jetzt, bevor diese Tour losging, war ich mit ihm zusammen im Studio und ich kann dir sagen, das neue AF-Album wird wirklich fantastisch werden.Roger, hat mal gesagt: "Never trust a hardcore kid that has not listened to punk." Das ist eine sehr klare Ansage, aber wie viel Punk steckt denn in dir?Haha, das ist eine gute Frage. Aber du musst immer bedenken, dass er zehn Jahre älter ist als ich. Als er mit Punk anfing, war ich ein kleines Kind, das einfach alles mithörte, was an Musik bei uns zu Hause gespielt wurde. Als ich dann älter wurde, übersprang ich einfach den Punkrock und kam durch AGNOSTIC FRONT direkt zum Hardcore, weil ich immer mit ihnen zusammen war.Und heute magst du neben Hardcore eben mehr HipHop. Das hast du zum einen vorhin schon angedeutet und wenn ich an das Intro zum Album "Hold It Down" denke, wird mir da auch einiges klar ...Yeah, I'm a "HipHop Head" you know? Ich war immer schon ein Fan dieses Genres. Das ist eigentlich eine lustige Geschichte, denn damit kann Roger gar nichts anfangen. Wir lieben beide zum Teil die gleiche Musik, das würde er dir sofort bestätigen, aber es gibt eben auch gewisse Unterschiede. Und wenn es MADBALL nicht geben würde, wer weiß, dann hätte ich schon vor Jahren eine HipHop-Band gegründet. Um aber auch diese Seite ausleben zu können, habe ich jetzt dieses Nebenprojekt ins Leben gerufen.Es wird also bald ein HipHop-Album von Freddy Madball geben?Ja, es erscheint 2008. Es sollte ursprünglich schon in diesem Jahr rauskommen, aber ich werde es bis Ende des Jahres wohl nicht schaffen, die Aufnahmen zu beenden.Wie heißt das Projekt?Schlicht und einfach Freddy Madball. Weißt du, ich habe diesen Spitznamen nie gemocht, aber er hat sich in den Köpfen der Leute so festgesetzt. Wenn ich jetzt versuchen würde, ein verrücktes Alter Ego zu erfinden, um im HipHop erfolgreich zu sein, würde das nicht funktionieren.Deine Texte handeln häufiger von Gott und Gläubigkeit. Somit drängt sich die Frage auf ob du auch praktizierender Christ bist. Gehst du in die Kirche?Haha, ob ich praktizierender Christ bin? No, I'm far from Christ!Aber du bist religiös?Ja, irgendwie schon. Das ist eine schwere Frage, die ich nicht mit einem klaren Ja beantworten kann und möchte. Es gibt heutzutage so viele organisierte Religionen, die Spiritualität einen negativen Ruf verleihen. Sie alle geben bestimmte Regeln vor und setzen dich somit unter Druck. Nach dem Motto: Wenn du etwas nicht so und so machst, kommst du in die Hölle. Wer ist schon in der Position zu sagen, dass eine von diesen Religionen alles richtig macht? Was ist überhaupt richtig und falsch in diesem Zusammenhang? Ich bin als Katholik geboren und teilweise auch so erzogen worden, bin zur Kommunion gegangen, all das. Ich habe auch eine Menge Tattoos mit religiösen Motiven, aber da geht es mehr um das Aussehen. Ich finde einfach viele religiöse Darstellungen wunderschön. Geh doch mal in eine dieser alten Kirchen, die sind auch wunderschön. Ehrlich gesagt, mag ich auch ein paar Ideen des Katholizismus, aber ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich meine eigenen Entscheidungen treffe, frei von irgendwelchen Glaubensgrundsätzen irgendeiner Religion. Nur weil jemand regelmäßig in die Kirche geht, muss er kein besserer Mensch sein.Was hältst du von religiösen Hardcore-Bands, die offen zu ihrem Glauben stehen und in ihren Texten leider auch viel predigen?Ich möchte darüber kein Urteil fällen. Letztlich zählt für mich, dass ich das, was ich sagen möchte, mit meiner Musik sagen kann. MADBALL ist keine hochpolitisch motivierte Band. Wir sind, was wir sind, und genau deshalb kann ich meinem Gegenüber auch nicht vorschreiben, dass er nicht über Religion und seinen Glauben sprechen soll, denn vielleicht ist es in diesem Moment genau das, worüber er reden möchte. Alles andere wäre in meinen Augen Ignoranz. Wer weiß schon, aus welchen Gründen du zum Beispiel MADBALL magst. Und genauso ist es mit den christlichen Hardcore-Bands, wer kann schon wissen, aus welchen Gründen sich jemand solche Bands anhört? Ich wünsche mir einfach, dass die Menschen offener werden und nicht gleich abblocken, wenn eine Band zum Beispiel religiöse Inhalte propagiert.Danke für das Interview.
 
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MADBALL - Renaissance-Irgendwas

„Legacy“, „Infiltrate The System“ und „Empire“ heißen die letzten drei Alben von MADBALL. Allesamt Titel, die vor Selbstbewusstsein und Kampfgeist strotzen. Oder ist das nur eine stereotype Zurschaustellung einer stumpfen NYHC-Macho-Band? Viele wollen in MADBALL und Frontmann Freddy eben genau dieses Bild sehen. Ich wollte es genauer wissen und mailte Sänger Freddy Cricien einige Fragen.Euer neues Album heißt „Empire“. Passend dazu findet sich auf eurer MySpace-Seite folgendes Statement: „We have the feeling that we’ve built a little empire for ourselves with our band, brand, and different endeavors.“ Ist das etwa der MADBALL-Masterplan? Erst hinterlasst ihr ein Legat, dann infiltriert ihr das System und nun baut ihr euer eigenes Imperium?Du hast es erraten! Das ist unser Plan, haha. Aber hinter dem Titel steckt noch eine tiefere Bedeutung. Es geht um das, was wir mit MADBALL aufgebaut und erreicht haben und noch weiter ausbauen werden. Der Titel ist außerdem eine Hommage an unsere Familien und alle Leute, die uns unterstützen in dem, was wir tun und sind.Als ich das erste Mal hörte, dass Erik Rutan euer neues Album produzieren würde, war ich skeptisch. Von einem Mitglied von HATE ETERNAL und MORBID ANGEL, die ja einen gänzlich anderen Sound spielen als ihr, hätte ich ein deutlich „metallischeres“ Ergebnis erwartet.Erik hat sich als echter MADBALL-Fan entpuppt. Deshalb verstand er auch ganz genau, wie wir auf dem neuen Album klingen wollten. Er hat einen großartigen Job gemacht.Wenn ich mir deine Texte anhöre, besonders die von „Timeless“ und „Glory years“, dann wirkt es so, als ob du dich heute mehr selbst reflektierst, als noch vor einigen Jahren. Du bist jetzt Mitte 30. Ist das ein Alter, in dem man ein wenig ruhiger wird und über sich und seine Umwelt intensiver nachdenkt?Definitiv! Der Song beschreibt, wie schwer es ist, etwas „Zeitloses“ zu schreiben. Auf der einen Seite will man sich selbst treu bleiben. Auf der anderen Seite möchte man sich auch nicht ständig wiederholen und sich stattdessen – in gewissen Grenzen – auch mal neu erfinden. „Glory years“ handelt übrigens nicht alleine von mir. Zwar ist der Song aus meiner Perspektive geschrieben, handelt aber von den Leuten, die immer nur in der Vergangenheit leben. Das sind diejenigen, die immer nur von der guten alten Zeit reden, aber nie nach vorne schauen. Die sind gefangen in ihren Erinnerungen und lassen keinen Fortschritt zu. Weder bei sich selbst, noch in der Szene. Ich denke schon, dass dadurch, dass ich jetzt älter bin, auch meine Texte eine gewisse Entwicklung durchmachen. Aber natürlich werden meine Texte auch in Zukunft immer in enger Verbindung zu MADBALL stehen.Im Song „The end“ beziehst du explizit politisch Stellung und prangerst sowohl die Regierung als auch die Firma BP an. Glaubst du, dass die Obama-Regierung nicht schnell und energisch genug auf die Ölkatastrophe reagiert hat?Niemand hat schnell genug reagiert! Ich kann nicht verstehen, dass ein Konzern wie BP mit all seinen Ressourcen und all dem Geld keinen Notfallplan für einen derartigen Zwischenfall hat. Die sind alle so geldbesessen, dass ihnen vollkommen egal ist, was im Fall der Fälle passieren könnte. So nach dem Motto: Wenn es soweit ist, überlegen wir uns etwas Passendes, um das Problem in den Griff zu bekommen. Was ist mit dem Ozean, dem Planeten und uns allen, die hier leben?Während eurer letzten Tour durch Kanada hast du euren Drummer Jay Weinberg aus der Band geworfen. Im Internet fand ich ein Statement von dir, das in etwa soviel besagte wie: „Jay präsentiert die Band nicht richtig. Sein Charakter passt nicht in die Band.“ Wie muss man das verstehen?Genau so, wie ich es gesagt habe. Sein Charakter passt nicht zur MADBALL-Familie.Jay selbst hat die Umstände seines Rauswurfs etwas anders dargestellt. Laut seiner Aussage sind während der Tour einige, für ihn erschreckende Dinge passiert.Haha, ich weiß wirklich nicht, was ihn so verstört haben könnte. Wir trinken alle ein wenig und einige von uns rauchen auch gerne mal etwas auf Tour. Nichts Außergewöhnliches. Niemand von uns nimmt harte Drogen. Auch im Tourbus rasten wir nicht total aus, sondern machen nur ein wenig Party. Die Touren, auf denen er mitgefahren ist, waren sowieso relativ ruhig. Aber sein Statement zeigt mir, dass wir mit seinem Rauswurf die richtige Entscheidung getroffen haben. Wenn Jay vor zehn oder 15 Jahren mitgefahren wäre, dann hätte er nicht einen einzigen Tag durchgehalten!Und wer sitzt jetzt am Schlagzeug für eure aktuelle England-Tour?Igor Wouters von BORN FROM PAIN. Er ist ein guter Freund von uns und konnte kurzfristig einspringen.Ich habe im Internet ein Interview gefunden, in dem du dich selbst als „Renaissance-Menschen“ bezeichnet hast. Was macht dich zu einem solchen Menschen?Ich habe das eigentlich zur Hälfte im Scherz gemeint. Technisch gesehen könnte man mich als ein Renaissance-Irgendwas definieren, haha! Eigentlich beschreibt der Begriff „Renaissance Man“ jemanden, der in vielen Dingen bewandert ist. Auf mich bezogen heißt das, dass ich nicht nur Frontmann einer Hardcore-Band bin, sondern auch HipHop-Künstler. Außerdem habe ich eine eigene Produktionsfirma, Black N Blue Productions, arbeite als Produzent und Manager von MADBALL und einiger anderer Bands. Wenn man das so am Stück aufzählt, könnte der Eindruck entstehen, dass ich damit prahlen möchte. So ist das aber nicht gemeint! Aber du hast gefragt, also bekommst du eine Antwort.Du hast es gerade schon angesprochen – du hast ein Solo-HipHop-Projekt. Lass uns ein wenig über „Catholic Guilt“ sprechen, dein erstes Soloalbum. Fast alle Texte drehen sich dort um Religion. Wie siehst du den Katholizismus und was genau ist laut deiner Definition die „katholische Schuld“?Katholische Schuld ist die Schuld, die du immer dann fühlst, wenn du etwas „Falsches“ tust, bezogen auf das, was dich Religion als „richtig“ lehrt. Es geht dabei nicht nur um den Katholizismus allein. Fast alle Religionen erzeugen dieses Gefühl. Ich spreche da aus eigener Erfahrung und versuche, diese Erfahrungen auf dem Album zu verarbeiten. Religion gibt dir manchmal das Gefühl, keine Fehler machen zu dürfen. Das ist so heuchlerisch, nicht nur bezogen auf den Katholizismus und die Kirche. Das gilt für alle Religionen. Das ganze Album ist somit sehr selbstreflexiv. Ich erzähle Geschichten aus meinem Leben, schreibe über meine Gefühle und meine Sicht von Religion und Spiritualität. Mein zweites Soloalbum wird übrigens „The Road To Sin“ heißen und sich thematisch mit ähnlichen Dingen befassen.Ich weiß, dass du selbst ein paar Tattoos mit religiösen Motiven hast. Gefällt dir einfach deren Optik, oder steht dahinter doch ein bestimmter Glaube, der ja nicht zwingend mit Gott oder der Kirche in Verbindung stehen muss?Das kommt daher, weil ich religiös erzogen worden bin, mit allen Bildern und Motiven, die somit dazugehören. Viele Jahre habe ich deshalb auch selbst daran geglaubt. Auch heute liebe ich diese Optik noch. Sie hat etwas Spirituelles für mich. Das hat aber nichts mit meinen heutigen Ansichten über Religion zu tun. Die Spiritualität, die ich mit diesen Motiven auf meiner Haut verbinde, geht weit über das hinaus, was Worte oder eine Religion erklären könnten.Ende August spielte dein Bruder mit AGNOSTIC FRONT im Kölner Underground. Roger kündigte während dieser Show ein neues AF-Album für das kommende Frühjahr an. Du bist der Produzent, also kannst du mir doch bestimmt schon heute verraten, was uns erwartet ...Ja, die neuen Songs klingen sehr oldschool und es gibt einige schöne Singalongs. Die Fans wird es freuen!
 

Reviews

MADBALL

© Ox Fanzine #24 / Joachim Hiller

Ball Of Destruction

Bevor MADBALL zu reinen Feinripp-Posern wurden, spielten sie ein paar Jahre lang ziemlich eindrucksvollen Brutalo-Hardcore, der dem von AGNOSTIC FRONT in nichts nachstand. „Ball Of Destruction“ (Century Media/SPV) ist eine 22 Songs pralle Zusammenstellung von altem Material der New Yorker, das trotz meiner prinzipiellen Ablehnung von MADBALLs „Das Leben auf der Straße ist soooo hart“-Attitüde ziemlich beeindruckend ist.Das Booklet wartet mit einigen schönen Fotos auf, etwa von Klein-Freddys erstem Auftritt ever, und auf der CD gibt´s noch ´nen Ausschnitt aus einem Radiointerview mit Roger Miret von ´88 oder ´89.

 

MADBALL

© Ox Fanzine #24 / Joachim Hiller

Demonstrating My Style CD

Ihren Stil demonstrieren, oh ja, das tun Klein-Freddy und seine Kumpels hier wieder: Pathos-Rock vom Derbsten ist angesagt, den manche RockHard-Leser wohl noch immer für Hardcore halten. Dabei sollte ich mich mit solchen Äußerungen aber vielleicht auch zurückhalten, sonst fühlt sich einer der New Yorker noch in seiner Männerehre gekränkt und stattet mir 'nen Besuch ab. Und überhaupt, vielleicht sind MADBALL ja auch nur grandiose Poser und Blender, das Artwork dieser Scheibe und die Texte nur ein einziger genialer Scherz. Denn mal ehrlich, wer soll denn auf diese großkotzigen Fotos von Männerfreundschaft, Männerhobbies - Kartenspielen und Saufen - sowie Körperertüchtigung (Bodybuilding) und Körperverschönerung (Tätowierung) noch ernsthaft reinfallen? Doch höchstens die vom Geist her gleichen Leute, die vor zehn, fünfzehn Jahren das Käuferpotential all der klischeehaften Metal-Combos ausmachten. Die Texte? Die ewig gleichen Sprüche von Straßenstolz und Selbstverwirklichung und blablabla. Und wer steht in der Thanx List an erster Stelle? Na? Gott natürlich... Die Musik: Steriler Bombastcore, den man der Einfachheit halber aber auch als typischen Neunziger-Metal bezeichnen kann. Und noch 'ne Kleinigkeit am Rande: Dem HC-Verständnis von MADBALL entspricht es wohl auch, daß im Booklet die Kontaktadresse des holländischen Merchandise-Herstellers angegeben ist - natürlich nur für Großhändler. Hey Freddy, go fuck your mother! (Na, wie war das? Auf solche Beleidigungen stehen die Macho-Memmen aus den US-Ghettos doch. Und vielleicht schicken sie mir denmächst ja tatsächlich ihre DMS-Kumpels ins Haus für diese unglaublich perfide Beleidigung.)

 

MADBALL

© Ox Fanzine #92 / Jens Kirsch

Empire

Der Chef und ich haben erst kürzlich festgestellt, dass der Unterschied zwischen Bands wie MADBALL und den heute ach so angesagten Hardcore-Formationen ganz einfach darin zu finden ist, dass erstere absolute Profis in ihrem Tun sind.Das erkennt man nicht nur auf den Konzerten, wenn sich zum Beispiel der Sound mit dem Auftritt von Freddy Cricien und Kollegen auf einmal kristallklar und ungemein fett aus den Boxen schiebt, wo er doch bei den Vorgruppen noch mehr nach Schuhkarton klang.Auch mit den Veröffentlichungen ihrer Platten wird das immer wieder mehr als deutlich, denn wo andere Bands sich abmühen akkurate HC-Kost abzuliefern, klingt das Ganze bei den New Yorkern wie ganz locker aus der Hüfte geschossen.Seit Jahren weiß die Band um den Halbbruder der NYHC-Legende Mr. Miret, was die Fans von ihnen erwarten, und genau das bieten sie dann auch. Experimente? Innovative Spielereien? Fehlanzeige! MADBALL sind MADBALL und sie spielen New York Hardcore, basta! Im Grunde ist es egal, ob man nun „Demonstrating My Style“ von 1996, oder „Empire“ auflegt, man bekommt den gewohnten Mix aus latent metallischem Riffing (ohne dass sie in die Crossover-Ecke abzurutschen) und dem charismatischen Gebelle von Freddy Cricien.Der Unterschied ist lediglich im Klangbild auszumachen, das heute natürlich wesentlich mehr knallt. Manch einer mag der Band genau das vorwerfen, ich jedoch bin ausgesprochen zufrieden, weil ich genau das bekommen habe, was ich mir vorgestellt habe.Ich will es mal so ausdrücken: Ich gehe ja schließlich auch nicht in einen Schuhladen, um mir eine neue Hose zu kaufen.

 

MADBALL

© Ox Fanzine #115 / David Micken

Hardcore Lives

Mit ihrem inzwischen achten Album springen MADBALL auf den bereits fahrenden Hardcore-Ethos-Zug auf, der vor allem von TERROR mit ihren letzten beiden Alben angefeuert wurde. Wenig überraschend ist es also, dass sich auf „Hardcore Lives“ auch ein Feature mit Scott Vogel findet.Der Songtitel „True school“ sagt da wohl schon alles. Andererseits, muss man sagen, haben sich MADBALL nur mit dem Titel der Platte der neuen Bewegung verschrieben, denn eigentlich haben sie diese Themen schon vor langer Zeit besetzt, und so geht es auch diesmal um Zusammenhalt, Familie, innere Dämonen und viel um das Erwachsen- und Älterwerden.Was man aber hier und bei vielen der Bands, die jetzt den Hardcore als Thema ihrer Platten heraufbeschwören, schmerzlich vermisst, sind kritische oder politische Botschaften. Es sind persönliche, in dieser Hinsicht aber auch schlicht selbstbezogene Platten, die dadurch viel Potenzial vergeben.Auch verschenkt sind die Gastbeiträge von Candance (WALLS OF JERICHO) und Toby (H2O). Das Songwriting und der Sound nehmen keine Rücksicht und sie werden gnadenlos in den MADBALL-Sound gepresst und sind kaum noch als eigenständige, kreative Gastbeiträge wahrnehmbar.„Hardcore Lives“ ist da in jeder Hinsicht kompromisslos, typisch MADBALL. Nur kleinere punkige und melodiöse Anwandlungen überraschen hier und da, wobei Freddy leider einfach nicht zum Sänger geboren ist.

 

MADBALL

© Ox Fanzine #39 / Dominik Winter

Hold It Down CD

Die NY-HC-Recken um Freddy Madball melden sich rechtzeitig zur Festivalsaison in gewohnter Manier zurück. Eingebunden in das (zum Glück) kurze Hip-Hop-Intro und den letzten, ebenfalls reinen Hip-Hop-Song, gibt´s mal wieder vorzügliche HC-Kost in perfektem Soundgewand auf dem mir leider bisher nur als Vorabtape vorliegenden Longplayer. Ausser diesen beiden "Skip-verdächtigen" Tracks gibt´s an "Hold It Down" nicht viel zu meckern, ausser dass grossartige Neuerungen natürlich wieder völlig ausgelassen wurden und die Spielzeit mal wieder nicht die halbe Stunde erreicht. Nach dem kurzen Intro kann man sich auf die bewährten Qualitäten MADBALLs verlassen, also fette HC- und Metalgitarren, unglaublich wuchtige und treibend-groovig gespielte Drums und allen voran natürlich noch die hervorragenden Vocals, die dem schön fetten Soundgewand (erinnert stark an die erste CRO-MAGS-Platte) die sprichwörtliche Krone aufsetzen. Diesmal auch mit ´ner gehörigen Portion Ironie über den "real hardcore", die ideal in den kurzen Zwischenpassagen gepriesen wird. Was soll man gross schreiben, MADBALL sind auch anno 2000 immer noch MADBALL und werden es wahrscheinlich auch immer in dieser Form bleiben. "Hold It Down" gefällt zumindest auch noch nach bestimmt fünfzehn Durchgängen, dass kann ich persönlich bestätigen, nur meine Promo-Kassette streikt leiernderweise schon etwas. Wenn ich nicht bald die CD bekomme, wird sie wohl oder übel den Geist aufgeben, denn ohne MADBALL in mein Auto zu steigen kommt für mich in nächster Zeit nicht mehr in Frage! Seht sie euch auf ihrer Tour live an, live geben sie das volle HC-Brett!

 

MADBALL

© Ox Fanzine #74 / Tobias Ernst

Infiltrate The System CD

MADBALL haben einen langen Weg hinter sich, inklusive diverser Labelwechsel, Auflösungen und Wiedervereinigungen. Dass die New Yorker aber immer noch szeneprägend und wegweisend für viele andere Bands sind, haben sie 2005 schon mit "Legacy" unter Beweis gestellt und veröffentlichen dieser Tage mit "Infiltrate The System" ihr siebtes Studioalbum. 1988 gegründet, stehen sie auch noch nach fast 20 Jahren für kompromisslosen NYHC und haben mit dem aktuellen Release wohl ihr politischstes Album seit "Set It Off" geschrieben. Nicht nur der Titel gibt die politische Richtung vor, Songs wie "The takeover" oder "Liberty or death" sprechen eine eindeutige Sprache. Ihre Message verpacken MADBALL auf gewohnt hohem Niveau in bollerigen Halftime-Tempo-Songs, die Kritiker wohl gerne als Stagnation abtun werden. Allen aber, die den typischen MADBALL-Sound lieben, wird abermals die volle Breitseite NYHC entgegenschallen und wer "Legacy" abgefeiert hat, dem werden spätestens live bei "Stand up New York" die Freudentränen in die Augen schießen. Mehr NY-Style geht nicht und es ist schön zu sehen, dass sich die Band über all die Jahre selbst so treu geblieben ist. (34:25) (9)

 

MADBALL

© Ox Fanzine #61 / Fabian Dünkelmann

Legacy CD

Hier also das erste MADBALL-Album seit "Hold It Down" und seit der Reunion. Was soll ich sagen? MADBALL ist so eine Band, die mich seit zehn Jahren begleitet, die ich zwar in letzter Zeit kaum noch höre, aber immer noch für mehr als gut empfinde. Und dieses Album ist MADBALL auf gewohntem Niveau, wenn auch leicht enttäuschend. Die Platte geht gut ins Ohr, es klingt wie immer. Und vielleicht liegt da auch das Problem, die Platte ist ziemlich nah an der "Hold It Down" dran, die ich als das bisher schwächste MADBALL-Album empfunden habe, und wirklich begeistern tut sie auch nicht mehr, obwohl ich sie mir trotzdem gerne wieder anhören werde. Standard, auf einem gewissen Niveau, aber keinesfalls schlecht, nur einfach nicht die hohenErwartungen erfüllend, die man an diese Band hat. (33:39) (07/10)

 

MADBALL

© Ox Fanzine #54 / Fabian Dünkelmann

NYHC CD

MADBALL sind zurück, und wie! So, als wäre die Band immer da gewesen geht es weiter nach zwei Jahren Funkstille. Drei neue Songs und eine neue Version von "Pride", dieses mal auf Spanisch, gibt's hier in altbewährter Tradition um die Ohren gehauen, im typischen MADBALL Sound, warum sollte der auch geändert werden? Im Gegensatz zu vielen anderen Bands kann man ihnen den gewissen Proll-Faktor auch gar nicht übel nehmen, bei dem Sound muss das einfach so sein, und mal ehrlich: MADBALL sind eine Legende! Auch wenn viele sie hassen, ich liebe sie! (09/10) (9:47)