SCOTT KELLYTourdaten, Infos, Interviews, Reviews

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Genre

Singer/Songwriter

Shows

67 Shows in 48 Städten / 14 Ländern

Zeitraum

19.04.2008 - 01.02.2016

Letzte Show

01.02.2016 - CH-Zürich, Dynamo

Nächste Show

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Tourdaten (Archiv)

Archiv
Apr.
19
2008
Samstag
Konzert - Singer/Songwriter
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Apr.
22
2008
Dienstag
Konzert - Singer/Songwriter
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Apr.
23
2008
Mittwoch
Konzert - Singer/Songwriter
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Apr.
24
2008
Donnerstag
Konzert - Singer/Songwriter
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Apr.
25
2008
Freitag
Konzert - Singer/Songwriter
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Jan.
16
2010
Samstag
Konzert
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123
...
89
Jan.
17
2010

Reviews

SCOTT KELLY

© Ox Fanzine #46 / Melanie Schmidt

Spirit Bound Flesh CD

Nach Steve van Till wandelt nun auch NEUROSIS´ Gitarrist und Sänger Scott Kelly auf Solopfaden. Wie schon im Fall von van Tills "As The Crow Flies" bietet "Spirit Bound Flesh" nicht gerade einfache Kost und Fans von NEUROSIS hartkerniger bzw. metallischer Seite werden wohl kaum Gefallen daran finden. Wer jedoch die verhaltenen Momente schätzt, sollte definitiv ein Ohr riskieren. Kelly´s Soloalbum könnte reduzierter nicht sein: Zu hören gibt es allein die knurrige, brüchige Stimme von Kelly unterlegt mit Akustikgitarre und ganz vereinzelten Samples. Bisweilen, wie in "Sacred Heart", fallen sogar diese weg und lassen allein die dunklen, bedrückenden und stolzen Gesangmelodien eindringlich wirken. Die Intimität dieser Darbietung ist einerseits faszinierend, andererseits jedoch fast unangenehm, so als serviere jemand seine innersten Gefühle ohne Zögern auf dem Silbertablett. Ich persönlich habe schon allein beim Gedanken an "Spirit Bound Flesh" einen Kloß im Hals. In seiner Meditation, Direktheit und Erdigkeit ist es definitiv kein Album für jederzeit und jedermann.

 

SCOTT KELLY

© Ox Fanzine #78 / Thomas Kerpen

The Wake

Wer Zweifel daran hat, dass ein Mann alleine mit Akustikgitarre über Albumlänge spannend sein könnte, dem sei Scott Kellys zweite Soloplatte als Gegenbeweis empfohlen, der einem hier quasi "NEUROSIS unplugged" liefert. In knapp 35 Minuten schafft Kelly mit äußerst spartanischen Mitteln eine emotional intensive Atmosphäre, deren Intimität der Darbietung wirklich beeindruckend ist. Auf dem diesjährigen Roadburn-Festival war auch Kelly anwesend, der aber die Qualitäten seiner minimalistischen Soloplatten im Festivaltrubel nicht wirklich zur Geltung bringen konnte, da macht es schon mehr Sinn, sich in entspannter häuslicher Umgebung mit "The Wake" auseinander zu setzen. Viel mag hier nicht passieren, aber dennoch kriecht einem Kellys eindringlicher Gesang von der ersten Sekunde an förmlich unter die Haut, während er mit einer Art minimalistischem düsterem Neo-Folk ungemein persönliche Songs vorträgt. War der Vorgänger "Spirit Bound Flesh" möglicherweise tatsächlich streckenweise etwas eintönig - was ja auch das große Problem bei den ähnlich gelagerten CURRENT 93 ist -, gelingt Kelly auf "The Wake" eine wesentlich bessere und abwechslungsreichere Umsetzung seines nach innen gekehrten Songwritings, das die dunklen Seiten der menschlichen Seele wirkungsvoll entblößt. Vielleicht sogar besser, als es bei NEUROSIS der Fall ist, wo solch emotionale Tiefe oftmals unter dem geballten wütenden Mahlstrom der dichten Instrumentierung verloren geht. (9)