SIX REASONS TO KILLTourdaten, Tickets, Interviews, Tonträger

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Genre

Metal

Shows

98 Shows in 81 Städten / 8 Ländern

Zeitraum

21.10.2005 - 16.01.2016

Letzte Show

16.01.2016 - DE-Würzburg, B-Hof

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Booking

123
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Nov.
12
2005

Interviews

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SIX REASONS TO KILL - Brutalohardcoremidtempodeathmetal

Es ist schön, dass in der letzten Zeit wieder mehr gute Musik aus dem harten Bereich ihren Ursprung im musikalisch oft verschmähten Deutschland hat. SIX REASONS TO KILL sind auch so ein Fall einer Band, der bisher leider viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Anlässlich des neuen Albums „Reborn“, der damit verbundenen Record-Release-Party, des ersten eigenen Bandvideos und eines neuen Line-up, gab es also genug offene Fragen, die ich Sänger Christian mailte.Wie fühlt es sich an, „Reborn“ zu sein? Meiner Meinung nach hat das neue Line-up eurem Sound mehr als gut getan. Ihr habt jetzt auf jeden Fall mehr Melodien mit drin.„Unglaublich gut, wir sind alle heiß auf die kommenden Shows. So schade und hart der Weggang der alten Urbesetzung auch war, es hat uns eigentlich nur gut getan. Durch Loc an der Gitarre ist einfach ein Mann in unsere Reihen gekommen, der versucht Brutalität und Melodie zu verschmelzen. Die Platte klingt durch die neuen Leute in der Band natürlich wesentlich frischer, obwohl ich auch denke, dass die momentane Entwicklung bei SRTK erst beim nächsten Album so richtig ausgereift sein wird. Wir haben den Großteil der Songs in den drei Monaten geschrieben, in denen wir Loc kennen gelernt haben. ‚Reborn‘ kann also als eine Momentaufnahme gesehen werden, die zeigt, wo es mit SRTK hingeht.“Auf der neuen Scheibe findet sich euer erstes eigenes Musikvideo zu dem Song „Retribution“. Wer hatte die Idee zu dieser doch eher „ghettolastigen“ Darstellung? Ich meine damit dieses gänzlich unmetallische Auftreten und die Grafitti-Sprüherei ...„Als wir auf der Suche nach einer ‚geilen‘ Location waren, sind wir immer wieder auf das Gelände des Schlachthofes in Wiesbaden gekommen. Wir wollten etwas Tristes, Karges, und die Graffitis im Hintergrund geben dem Ganzen dann doch noch die nötige Farbe. Wir hatten uns schon zuvor darauf geeinigt, etwas mit Graffiti zu machen, und dann bot es sich an, das Ganze in ein kleines ‚Konzept‘ zu packen ... Es sollte aber auf keinen Fall ghettolastig erscheinen, eher oldschoolig. Deshalb auch die recht schnellen Schnitte.“Jetzt, da die Platte draußen ist, steht natürlich eine Tour an. Im April wart ihr noch als Support für Bolt Thrower im Gespräch, auch wenn die Sache schon damals mit Problemen behaftet war. Was hat sich in dieser Hinsicht inzwischen getan?„Das Bolt Thrower-Ding hat sich erledigt, die Tour ist meines Wissens nach eh auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir sind gerade dabei, etwas für den Herbst an Land zu ziehen. Ist aber alles super schwer, da man nirgends ohne Buy-on drauf kommt! Du glaubst gar nicht, was bei solchen Touren für Preise herrschen – unglaublich. Wir sind eine kleine Band und können uns keine Unsummen leisten, um auf einer größeren Tour mitzufahren. Aber wir sind natürlich offen für alles, was kommen mag. An der Stelle der Aufruf an alle Booker und Veranstalter: Wenn ihr eine Show oder Tour mit uns veranstalten wollt, könnt ihr gerne mit uns in Kontakt treten.“In den Texten der neuen Platte zerfließen mehr denn je die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Kannst du mal ein wenig die Songs umreißen?„Ich empfinde die Texte als sehr real und versuche meine Gedanken in Metaphern wiederzugeben, einfach um ihnen eine düstere Atmosphäre zu verpassen. ‚Symbols of ignorance‘ handelt vom menschlichen Drang nach Macht, egal zu welchem Preis. Unterm Strich zählt doch nur der wirtschaftliche Erfolg. In ‚Cutting away‘ versuche ich die Gefühle jener Menschen wiederzugeben, die mit ihrem Körper nicht zurecht kommen. ‚Retribution‘ handelt einfach davon, dass, egal ob wir schweigen oder die Augen verschließen, die Wahrheit immer ans Licht kommt und unser wahres machtbesessenes Gesicht zeigt. Jeder weiß doch, was in dieser Welt schief läuft, aber keiner tut etwas dagegen, im Gegenteil, wir nehmen es einfach hin. ‚Against all enemies‘ ist natürlich eine Anspielung auf die Politik, die von unseren ‚Weltmächten‘ verfolgt und betrieben wird. ‚A cold sensation‘ ist ein sehr persönlicher Text, den ich einem meiner besten Freunde gewidmet habe. Er hat die schwerste Entscheidung, die einem Menschen widerfahren kann, fällen müssen. Er musste zwischen Leben und Tod seiner neugeborenen Tochter entscheiden! Eine Entscheidung, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. Ich habe einfach versucht, seine Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen. Auch der Glaube spielte dabei eine große Rolle. ‚Dying peace‘ ist quasi die Antwort auf ‚Symbols of ignorance‘, mit der Aufforderung, etwas gegen die Missstände zu unternehmen und die Ketten, die uns fesseln, aufzubrechen. ‚Last prayer‘ soll dazu anregen, einmal darüber nachzudenken, warum Menschen immer anfangen zu beten und um Vergebung ihrer Sünden flehen, wenn sie merken, dass es mit ihnen zu Ende geht. Diese heuchlerische Seite der Menschheit finde ich faszinierend.“Wann tretet ihr endlich auf dem With Full Force-Festival auf ...?„Hahaha, da fragst du leider den Falschen! Schreib denen doch mal eine Mail und frage die das ... Wir würden natürlich super gerne mal da spielen, wahrscheinlich sogar lieber bei der Knüppelnacht als auf der Hardbowl-Stage, hihihi! Mal sehen, bisher waren einfach immer zu spät dran für das Festival, ich hoffe aber wirklich, dass es nächstes Jahr klappt ...“
 

Reviews

SIX REASONS TO KILL

© Ox Fanzine #78 / Tobias Ernst

Another Horizon

Die Euphorie, mit der ich noch das Vorgängeralbum "Reborn" der Koblenzer SRTK besprochen habe, will sich beim Hören von "Another Horizon" nicht so recht einstellen. Ein entscheidender Faktor ist dabei bestimmt der neue Sänger Thorsten, der seinen Vorgänger Christian Anfang 2007 als Frontmann abgelöst hat. Zwar ist auch der neue Mann am Mikro durchaus stimmlich gut dabei, hat aber neben der neuen Stimme auch musikalische Veränderungen in den Sound der Death Metaller gebracht. Dort, wo "Reborn" noch mit differenzierten und eigenständigen Songs glänzte, verschwimmt dieser Eindruck bei den neuen Songs ein wenig. Zwar wird auch hier ordentlich Druck gemacht und 6R2K gehören in ihrem Bereich mit Sicherheit zu den besseren Vertretern, überzeugen können die neuen Songs aber nicht wirklich. Zu aufgesetzt und oft auch einfach zu glatt poliert wirken die Songs, so dass sich auch nach mehreren Hördurchläufen keine klaren Favoriten herauskristallisieren. Für die Band selbst scheint "Bleeding stereo" aber die Funktion der repräsentativen "Single" übernommen zu haben, zumindest steht dieser Song als Vorgeschmack auf das Album schon bei MySpace online. Dieser ist aber auch im Endeffekt wirklich der einzige Song, der etwas aus der Masse heraussticht, so dass beim späteren Hören aller Songs das eine oder andere überraschte Gesicht ob der anderen Songs keine Seltenheit sein dürfte. "Another Horizon" ist mit Sicherheit kein schlechtes Album, an seinen Vorgänger reicht es in meinen Augen aber zu keiner Zeit heran. (6)

 

SIX REASONS TO KILL

© Ox Fanzine #95 / Jens Kirsch

Architects Of Perfection

Es ist jetzt etwa zweieinhalb Jahre her, als die Koblenzer mit „Another Horizon“ ein beeindruckendes Stück Modern Death Metal veröffentlichten, welches auch heute noch immer wieder den Weg in meine heimische Anlage findet.Maßgeblichen Anteil daran hatte neben den fulminanten Riffs und Melodien vor allem die Stimme von Shouter Thorsten Polomski, der sein Gebrülle immer wieder mit überaus ansprechenden cleanen Passagen auflockerte.Inzwischen hat Thorsten die Band aus beruflichen Gründen leider verlassen, so dass Ersatz her musste. Den hat man nun in Lars Tekolf gefunden, und mit ihm zusammen „Architects Of Perfection“ aufgenommen.Der macht seinen Job zwar ganz passabel, doch leider haben sich die Koblenzer mit der Wahl des Frontmanns auch ein Stück weit in Richtung Belanglosigkeit bewegt, denn mit dem permanenten Gegrowle und Gebrülle unterscheidet man sich kaum noch von den unzähligen „pig-squeelenden“ Deathcorebands, zu denen sich die Capoeira-Fraktion auf Konzerten so gerne austobt.Daran ändern auch die größtenteils durchaus spannenden Riffs und Arrangements, sowie die Zusammenarbeit mit BLACKMAILS-Kurt Ebelhäuser im Song „My poison“ nichts. Schade, denn der einst eingeschlagene Weg schien mehr der Richtige, heute jedoch reicht es gerade so für den Durchschnitt.

 

SIX REASONS TO KILL

© Ox Fanzine #61 / Tobias Ernst

Reborn CD

Ursprünglich als Death Metal-Band gegründet, zeigten SIX REASONS TO KILL aber schon mit ihrem Debütalbum "Kiss The Demon", wie eindrucksvoll man Metal und Hardcore mischen kann, ohne sich den gängigen Metalcore-Klischees zu ergeben. Auch anno 2005 spuckt das Flagschiff von Bastardized Recordings wieder ordentlich Feuer. Schön, dass man sofort den typischen Sound der Band erkennt, auch das Cover wurde vom selben Künstler wie damals entworfen. Düster und böse wie eh und je dröhnt die Stimme von Sänger Christian Valk aus den Boxen und doch hört man deutlich die Entwicklung, die nicht nur er durchgemacht hat. Es ist so einiges passiert seit dem letzten Album. Zwei Neuzugänge an Schlagzeug und Gitarre hat die Band inzwischen zu verzeichnen und somit könnte der Plattentitel "Reborn" gar nicht besser gewählt sein. Nach vielen Hindernissen präsentiert sich der Fünfer textlich und musikalisch wie neu geboren auf sehr hohem Niveau. Neben neuer Härte mit ohrenbetäubenden Blastbeats hat nun auch mehr Melodie Einzug in den neuen Sound gehalten. Überhaupt bekommt der Band das neue Line-up sehr gut und was die Texte angeht zerfließen bei SIX REASONS TO KILL die Grenzen zwischen Alter Ego und autobiographischen Erlebnissen. Songs wie "Cutting away" stimmen sehr nachdenklich. Wie weit würde ein Mensch wirklich gehen, um mit sich selbst glücklich zu sein ...? Zu sagen hatte die Band schon immer viel, auch in Sachen Politik wird in "Against all enemies" kein Blatt vor den Mund genommen. Wer die Band bisher verpasst hat aber auf tiefgründige Texte steht, bei denen man auch mal zwischen den Zeilen lesen muss, dem sei dieses rundum gelungene Album wärmstens ans Herz gelegt. Wie formulierte es einst Jan Svankmajer: "The most terrifying darkness is that which I must enter." Denkt mal drüber nach und kauft diese Platte. (42:27) (09/10)

 

SIX REASONS TO KILL

© Ox Fanzine #61 / Uwe Kubassa

Reborn CD

Der Albumtitel scheint Programm zu sein, so frisch und abwechslungsreich klangen die Koblenzer selten zuvor. Das damalige Hauptproblem bei der sympathischen Band bestand eher darin, dass die Lieder auf Dauer zu monoton und wenig differenziert klangen, dieses Manko wurde jedoch glücklicherweise nun behoben. Bei aller Härte wird die Melodie nicht vernachlässigt, ohne sich dabei zu sehr wie die werten Metalcore-Kollegen in cleanen Singalongs zu verlieren, eher im Gegenteil: SIX REASONS legen eher noch etwas Kompromisslosigkeit drauf, wobei die druckvolle Produktion ihr Übriges dazu tut. Kommt schon ordentlich aus den Boxen. Hoffentlich hat das ständige Line-up-Karussel der Vergangenheit somit ein Ende gefunden, denn die aktuelle Besetzung hat das Album eingespielt, das endlich das Potenzial der Band voll zur Geltung bringt. Aber da geht bestimmt noch mehr, oder? Meine Herren, ich bin schwer beeindruckt! (08/10)

 

SIX REASONS TO KILL

© Ox Fanzine #110 / Jens Kirsch

We Are Ghosts

Schande über mich, denn mit gerade einmal fünf Punkten fertigte ich in Ox #95 „Architects Of Perfection“ ab, das vierte Album der Koblenzer Death Metaller SIX REASONS TO KILL. Ich stand wohl noch zu sehr unter dem Einfluss der Überplatte „Another Horizon“ und des Ex-Sängers Thorsten Polomski, weshalb ich mich insbesondere am Gesang von Neuzugang Lars Tekolf störte.Dies jedoch zu Unrecht, denn der Mann ist im Nachhinein betrachtet und nach vielen weiteren Durchläufen von „Architects Of Perfection“, ein würdiger Nachfolger, der den melodischen und dennoch vor Riffgewalt strotzenden Songs der Band einen ordentlichen Schub verpasst.Da sind nachträglich also mindestens zwei weitere Punkte fällig. Auch Album Nummer fünf, „We Are Ghosts“, liefert nun die bewährte Mischung aus modernem, groovigem und mittelschnellem Death Metal (viel) und Hard/Metalcore (weniger) und setzt erneut auf einen Sound, der internationalen Standards gerecht wird.Die Platte ballert, Kristian „Kohle“ Kohlmannslehner sei Dank, in jeder Sekunde dermaßen fett aus den Boxen, dass es eine wahre Freude ist. Mit der lupenreinen Hardcore-Nummer „F... hipster“ liefern die Jungs übrigens eine echte Überraschung, die auch textlich Spaß bereitet, ist sie doch ein Schlag ins Gesicht der „Mode-Hardcoreler/Metalcoreler“, die immer nur ihre teuren Nike-Sneaker und ach so tollen „Tanzmoves“ präsentieren wollen, sich aber einen Scheiß für die Musik interessieren.Starke Platte!