A TRAITOR LIKE JUDASTourdaten, Infos, Interviews, Reviews

Nächster Termin:

30.04.2016
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Bewertung:
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Genre

Metal, Punkrock/Hardcore

Shows

354 Shows in 202 Städten / 11 Ländern

Zeitraum

14.05.2005 - 14.10.2016

Letzte Show

29.04.2016 - DE-Halberstadt, Zora e.V.

Nächste Show

30.04.2016 - DE-Dresden, Smash Fest

Booking

Tourdaten

Archiv
Apr.
30
2016
Samstag
Konzert
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Mai.
16
2016
Montag
Konzert
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Okt.
7
2016
Freitag
Konzert
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Interviews

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A TRAITOR LIKE JUDAS - Guerilleros der Herzen

Mit „Guerilla Heart“ haben A TRAITOR LIKE JUDAS gerade ein neues Album veröffentlicht, das kompromisslosem Hardcore gleich mehrere smarte Ideen überstülpt und so den Verdacht, man würde hier nicht nur musikalisch voll einen in die Fresse bekommen, auf interessante Weise entkräftet. Schlagzeuger Jochen Pohl antwortete auf meine Fragen.Die Metalbox-Version eures neuen Albums ziert ein per Schablone gesprühtes Herz, darin ein „V“. V wie Vendetta, V wie vegan, V wie ... Verräter?Du hältst es gerade falsch herum. Dieses Logo war eigentlich als „Herz auf dem Kopf“ gedacht. Daher ist das „V“ also ein „A“. Oder ein Pfeil. Oder eine Art Abzeichen. Fakt ist, dieses Zeichen lässt viel Raum für Spekulationen – und das soll es auch. Es gibt keine eindeutig richtige Zuordnung. Unsere Lettern „ATLJ“ oder „GH“ für Guerilla Heart passten nicht so wirklich, aber als es so aussah, wie es jetzt aussieht, wussten alle, so soll es aussehen. Aber alle von dir genannten Assoziationen lassen sich hervorragend in das Leitmotiv „Guerilla Heart“ einbinden.Verräter ist ein gutes Stichwort. Ihr habt sowohl das Wort „Traitor“ wie den Namen des wohl bekanntesten Verräters der westlichen Kulturgeschichte in eurem Bandnamen, da habt ihr doch sicher eine Meinung zum Thema Verrat. Für mich sind Menschen wie Bradley Manning und Edward Snowden Helden, weil sie Dinge ans Licht der Öffentlichkeit gebracht haben, die nicht geheim bleiben durften. Für die US-Regierung sind die allerdings ... Verräter.Es sind ja auch Verräter – an der US-Regierung. Sie verrieten geheime Dinge. Jedoch ist die Bewertung des Verrats entscheidend. Verräter sind nicht immer negativ zu betrachten. Es kommt ja immer darauf an, was verraten wird. Trägt ein Verrat zur Rettung der Welt bei, wird der Verräter sicherlich als Held gefeiert und der Großteil der Bevölkerung sieht ihn als solchen. Dennoch bleibt er ein Verräter – wenn auch nur für die Betrogenen. Sieht man solch ein Epos mal etwas überschaubarer, zum Beispiel in den Grenzen der eigenen Persönlichkeit, findet der eine oder andere sich hier wieder: Hält man an seinen Prinzipien fest und bleibt sich treu, wird man immer das selbe Ziel verfolgen und eine bestimmte Sichtweise haben. Ändert man diese, verrät man somit ja sich selbst. Veränderung ist hier das Stichwort. Und die hat vielen geschadet, aber auch vielen geholfen. Ich wette, es gibt genug Menschen, die sich selber für den Verrat ihrer – einstigen – Persönlichkeit dankbar sind.„One man’s terrorist is another man’s freedom fighter“, schrieb Gerald Seymour 1975 in „Harry’s Game“, in dem es um den Nordirland-Konflikt geht. Eine Aussage, die man auch auf Verräter und Guerillakämpfer anwenden kann. Warum habt ihr ein „Guerilla Heart“?Weil wir, und alle, die genauso fühlen, denken oder besser noch handeln, einfach noch zu wenige sind. Es kommt einem so vor, als ob man einer Minderheit angehört, die sich verdeckt über ihre eigene „Szene“ informiert und in dieser bewegt. Die Menschen, die zuhören und mitmachen, gewinnen. Aber das sind noch wenige, wenn man mal überlegt, dass ich regelmäßig beim Vorspielen meiner Band vor Bekannten Sätze höre wie: „Und das hört sich jemand an?“. Aber jemandem etwas vorschreiben kommt nicht in Frage. Wer sich als „Guerillakämpfer“ sieht, tut das aus freien Stücken. Guerilla bedeutet für uns vor allem aktiv zu werden!In eurer Metallbox findet sich ein Tarnnetz, und man denkt zuerst: „Schon wieder so ein breitbeiniger Militarismus-Hardcore-Scheiß ...“, bis man feststellt, dass ihr nicht zum Töten auffordert, sondern zum Werfen von Blumenbomben – eine solche liegt dann auch bei. Was hat es damit auf sich?Die Samenbomben verschönern unsere Umwelt. Es gibt so viel zubetoniertes Gelände und hässliche Orte, das sollte geändert werden, jeder kann einen Beitrag leisten, die Welt zu verändern. Bitte also vorrangig in urbanen Gegenden anwenden! Auf der klassischen „Before death“-Liste findet man oft die glorreiche Aufgabe eines Mannes, einen Baum zu pflanzen. Mit den Samenbomben kann man schon mal trainieren. Außerdem sind sie ein gutes Beispiel für unsere Einstellung. In unserem Video zu „What counts“ laufen ein paar echt miese Trottel rum, die, nach traditionellen Maßstäben, ordentlich eins auf die Fresse verdient haben – das bekommen sie aber nicht. Wir versuchen hier darzustellen, dass man durch die eigene Erkenntnis sein Leben oder sein Verhalten umstellen kann. Nicht erst, wenn dir jemand aufs Maul haut.„Flagge zeigen für eine bessere Welt“ wollt ihr laut beiliegendem Anschreiben. Wie geht das, wie sieht die aus, und warum so positiv, freundlich und nett? Wo ist der fiese, zynische, misanthropische Hardcore hin, ihr ... Hippies?Hippies waren auch eine Art Guerillakämpfer. Einzig die Bewaffnung unterscheidet von Ort, Politik und Mentalität. Ach, du meinst den antipathischen, höhnischen, polemischen Hardcore? Der ist ja nicht weg! Der läuft immer und überall – auch auf meiner Musikanlage. Die ATLJ-Flagge wird eben auf einem anderen Mast gehisst. Auf einem, der biologisch von fair bezahlten Arbeitern hergestellt wurde. Ist doch eigentlich okay, oder!? Die gesunde Priese Misanthropie findest du auch in unserer Musik, die von ein paar echt zynischen Fieslingen geschrieben wird.
 

Reviews

A TRAITOR LIKE JUDAS

© Ox Fanzine #92 / Jens Kirsch

Endtimes

Album Nummer drei der deutschen Band A TRAITOR LIKE JUDAS, die jeden, der sie nicht kennt, mit dem Intro erstmal schön in die Irre führen, vermitteln sie mit jenem doch den Eindruck, eine dieser unsäglichen Disco-Core Bands zu sein, wie.ATTACK ATTACK (die ohne „!“), oder ENTER SHIKARI. Wenn dann jedoch in „At world’s end“ übergeleitet wird, ist die Sache klar. Hier regiert melodischer Death Metal mit jeder Menge Core-Elementen, oder um das Kind beim Namen zu nennen: Metalcore, bei welchem nicht nur gelegentlich Erinnerungen an eine gewisse Band aus Boston mit dem Namenskürzel „KE“ aufkommen.Das ist zunächst einmal spielerisch einwandfrei vorgetragen, lässt auf Dauer jedoch etwas die Eigenständigkeit vermissen, denn derartige Kapellen gibt es ja inzwischen wie Sand am Meer. Natürlich kommt da die Frage auf, warum ein weiterer Vertreter sich diesen Sound auf die Fahnen schreibt? Man muss ATLJ allerdings attestieren, dass die noch zu den besseren Akteuren unter den Nachahmern zählen.

 

A TRAITOR LIKE JUDAS

© Ox Fanzine #109 / David Micken

Guerilla Heart

Die Platte find ich richtig gut. Ich bin kein Freund von Camouflage-Mustern, insofern sagt mir das Artwork von „Guerilla Heart“ nicht zu, also muss die Mucke hier alles rausreißen. Und das tut sie: richtig gute Produktion, richtig gute Songs, klanglich und stilistisch irgendwo zwischen PARKWAY DRIVE, THE GHOST INSIDE und STICK TO YOUR GUNS, aber mit einer ganz eigenen Note.Die Hooks werden hier zum Chor aufgebauscht geschrien und gesungen. Das mag einzeln betrachtet pathetisch sein, als Element in den Songs ist es wunderbar packend. Das Niveau der Songs auf „Guerilla Heart“ ist durchweg hoch, mit minimalen Schwankungen.Highlight ist der Breakdown bei „One in a million“. Mein Herz haben die Jungs definitiv erobert, aber nicht subversiv oder im Häuserkampf, sondern im offenen Gefecht. Wer auf melodischen Hardcore mit Metalcore-Kante steht, findet hier ein fantastisches Album, das beides vereint.

 

A TRAITOR LIKE JUDAS

© Ox Fanzine #63 / Uwe Kubassa

Nightmare Inc. CD

Was den Engländern ihr "New Wave Of British Metal" und den Amis ihr "New Wave Of American Metal" ist uns trendbewussten Deutschen nun unser "New Wave Of Modern European Metal" - wenn man dem Labelwischzettel der ausgefuchsten Promoter Glauben schenken darf. Mal ganz abgesehen davon ab, dass alle Parteien null mit "New Wave" am Hut haben, freue ich mich doch wie eh und je auf den neuesten Streich der Moshkönige A TRAITOR LIKE JUDAS. Nach der recht kurzweiligen und eher durchschnittlichen Split-CD besinnen sich die Herren auf ihre frühen Tage und klingen auf "Nightmare Inc." ausgereifter und frischer denn je. Die glasklare Produktion unterstreicht diesen positiven Gesamteindruck. Wer die Band damals mochte, wird sie heute lieben. Bin schon gespannt, wie das neue Material live zur Geltung kommt, eventuell ließe ich mich sogar bei Gefallen auf einen Zoidberg-Mosh ein. Gutes Album. (08/10)

 

A TRAITOR LIKE JUDAS

© Ox Fanzine #49 / Uwe Kubassa

Poems For A Dead Man MCD

Die Band um den BENIIHANA-Chef reiht sich zweifelsfrei in die Reihe der zig deutschen Metalcorekapellen ein, ohne jedoch so plump rüberzukommen wie der Großteil dieser Fraktion - da kommt wohl doch ein bisschen der qualitätsbewußte Labelboss durch. Nein wirklich, zwar haut mich diese EP nicht grad vom Hocker, aber für zwischendurch hat dieses Kleinformat durchaus seine Daseinsberechtigung. Insbesondere das Artwork weiß zu gefallen. 6/10

 

A TRAITOR LIKE JUDAS

© Ox Fanzine #54 / Uwe Kubassa

Too Desperate To Breathe In CD

Hui, was war ich auf das Debüt dieser obersympatischen Metalcoreknaben gespannt. Nach der ordentlichen "Poems For A Dead Man"-MCD präsentieren sich die fünf Coreknaben ausgereifter und präziser als je zuvor, was man sicherlich dem ständigen Touren zu verdanken hat. Live sind die Herren sowieso eine Bank und kommen auch erfreulicherweise vollkommen unprollig rüber, was sich auch positiv auf den Gesamteindruck niederschlägt. Und der heimliche Überhit "New sons of Babylon" findet sich zudem in einer knalligeren Produktion wieder. Jup, hier wird ordentlich die Axt geschwungen, und ich freue mich jetzt schon wie ein Schneekönig auf den nächsten Zoidberg-Moshpit! (08/10)

 

Festival

Event Foto

ZSK

03.06.2016Trier, Ex-Haus
KOTZREIZ, THE DETECTORS. MUFASA OZORA
Jun.
3
2016