APOLOGIES, I HAVE NONETourdaten, Infos, Interviews, Reviews

Nächster Termin:

02.07.2016
No Votes
Bewertung:
Artist Foto
Artist Foto

Genre

Punkrock/Hardcore

Shows

42 Shows in 30 Städten / 3 Ländern

Zeitraum

02.10.2012 - 02.07.2016

Letzte Show

15.08.2015 - DE-Grosspösna, Highfield

Nächste Show

02.07.2016 - DE-Münster, Vainstream Rockfest

Booking

Tonträger bei finestvinyl

Cover

APOLOGIES, I HAVE NONE - BLACK EVERYTHING | 12"

Ein Fest für Hobby-Psychologen! Nach dem sensationellen Erfolg ihres Debüt-Albums "London" wirkt die neueste EP der Heartcore-Erneuerer wie der düstere Versuch, zum Beat eines Schicksalsschlages zu tanzen: Alles Schwarz, "Black Everything". Apologies, I Have None erkunden ihre dunkle Seite und erschaffen dennoch vier Songs von epischer Größe. In Windeseile hat die zum Trio geschrumpfte Band den Fortgang ihres zweiten Frontmannes Dan verdaut, dessen Rolle im Songwriting die drei verbleibenden Briten ohne Probleme im Kollektiv auffangen konnten - und sich hierbei eindringlich ihrer traurigen Seite hingeben. Gerade in diesen düsteren Nuancen läßt Sänger Josh McKenzies Stimme die fragilen, hochemotionalen Songzeilen aufglühen und eröffnet dem weiten Sound der Band eine ganz neue Dimension. Noch intensiver, noch athmosphärischer als man es von AIHN ohnehin gewohnt war zeugen die vier Songs auf "Black Everything" von einem enormen Spektrum zwischen modernem Emo-Heartcore, Post-Rock und Indie - ein Bastard aus Brand New und The Cure. Wer ihr 2012 veröffentlichtes Debut "London" kennt, der weiß, dass Apologies, I Have None stets große Freunde von Konzeptalben waren. "Black Everything" setzt dem jedoch die schwarze Krone auf. "This record is certainly more depressing in tone than many of the songs on 'London'", beschreibt der Kopf der Band, Josh McKenzie, und gibt hinzu: "There is a broad underlying theme across the songs that deals with mental health and the affect a constantly fluctuating mind has". Diese flirrenden Anflüchte von depressiven Ausbrüchen entstanden während der gemeinsamen Live-Aufnahmen des Albums: "We haven't recorded like this before and I struggle to decide if I enjoyed recording this way", beschreibt Josh den ungewohnten Aufnahmeprozess. "On one hand the actual process is more fun, it feels more like a practice and there is a certain 'feel' that is harder to achieve when tracking everything separately. On the other though, I'm obsessively controlling and it was quite hard to relinquish that control, which you need to do to some degree when recording like this I think." Probleme mit Kontrollverlusten, dunkle Momente: "Black Everything" gelingt es trotz vermeintlich einfacher Struktur bei jedem Hören zu wachsen. Die (natürlich) komplett schwarze 12" LP erscheint mit den vier Songs auf der A-Seite und einem (richtig geraten!) schwarz-auf-schwarzem Siebdruck auf der B-Seite. Der Platte liegt ein Download-Code bei.
 
Cover

APOLOGIES, I HAVE NONE - LONDON | LPD

- 2te Auflage! - weißes Vinyl - Download Code Von der britischen Musikpresse werden APOLOGIES, I HAVE NONE mittlerweile auf Händen getragen. Ein Gewand aus smarten Indie-Rock-Strukturen und treibenden Punkrock-Klängen trifft auf ein überraschendes Songwriting, dass immer wieder in dreistimmigen Vocals kulminiert. Mit Anleihen von Against Me! über Quicksand bis hin zu Title Fight und Samiam sprengt das Quartett eine Vielzahl Genregrenzen. Das Resultat: Hymnischer Heartcore, der in keine Schubladen paßt! APOLOGIES, I HAVE NONE finden ab dem ersten Ton ihres Debuts die richtigen Mittel, um den Hörer anzufixen, in die Songs zu ziehen und nicht mehr loszulassen: Die drei fulminanten Opener "60 Miles", "Sat In Vicky Park" und "Clapton Pond" lassen keinen Raum für Kritik, aber genug Zeit für Stirnrunzeln und Augenreiben. Angezerrte Indie-Rock Gitarren mit ausreichend Schmutz, Dreck und Kanten, versprühen den nötigen Punk-Charme und treffen auf teils dreistimmigen Gesang, der Fan eingängiger Hymnen mehr begeistern wird, als er es in den vergangenen Jahren aus diesem Genre gewohnt war. Und über allem: Wie ein olympisches Feuerwerk explodierende Hooklines in 1000 Farben! Die frischen Gesangslinien AIHNs leben vom angenehmen britischen Akzent des Quartetts und dem immer wiederkehrenden, dezenten laut/leise-Schema. Von bedächtig über hymnisch bis energisch und aggressiv rau funktioniert auf "London" alles. Selbst das balladeske Klavierstück "Foundations" läuft zu keinem Zeitpunkt Gefahr, in Richtung Kitsch abzudriften - es zeigt vielmehr eine weitere Facette im experimentellen Punk-Sound der Band. Die LP greift all das Herzblut auf, das "London" versprüht: weißes Vinyl in einem aufwändig gestalteten Gatefold mit Download-Code - enorm viel Liebe, Haptik und Detailverrücktheit!
 

Reviews

APOLOGIES, I HAVE NONE

© Ox Fanzine #115 / Hannah Lang

Black Everything

Zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres fantastischen Debüts melden sich die Briten nun mit einer EP zurück. Auch wenn sich in den letzten zwei Jahren einiges verändert hat und aus dem Quartett ein Trio wurde, schließt „Black Everything“ da an, wo „London“ aufgehört hat.Alleine der Titel „Black Everything“ passt ausgezeichnet zum Gesamtkonzept der Veröffentlichung und der Opener „Raging through the thick and heavy darnkness of a bloodlust“ ist ein düsterer, fast schon schleppender Pop-Punk-Song mit ebenso düsteren Texten.So geht es im Anschluss daran auch weiter, zwar etwas schwungvoller, aber keinesfalls weniger düster. Und selbst in den helleren Momenten hat man das Gefühl, die dunklen Klänge immer noch irgendwo im Hintergrund zu hören.„From this point on I don’t give a fuck about anything, I don’t give a fuck about anyone“ ist eine der Zeilen, die beim Hören besonders hängenbleiben, und ungefähr so klingt auch der Rest.Auch wenn das „Black Everything“-Konzept aufgrund eines Fehlers des Presswerks (die auf die B-Seite der Vinyl weiß aufgedruckten Texte sollten eigentlich schwarz sein) nicht perfekt umgesetzt wurde, ist dies eine durchweg fantastische Veröffentlichung.

 

Festival

Event Foto

ZSK

03.06.2016Trier, Ex-Haus
KOTZREIZ, THE DETECTORS. MUFASA OZORA
Jun.
3
2016