STRIFETourdaten, Infos, Interviews, Reviews

Nächster Termin:

23.06.2016
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Alte Schule: STRIFE waren neben EARTH CRISIS und SNAPCASE die Hardcore-Helden der Neunziger, standen für einen aggressiven, metallischen neuen Stil, der Victory Records groß machen sollte. 1994 erschien ihr Debüt „One Truth“, 1997 kam „In This Defiance“, 1999 die Auflösung, die Abwendung von Straight Edge, und 2000/01 die Rückkehr in Form von „Angermeans“ (2002, alle Victory). Seitdem waren STRIFE immer wieder mal live aktiv, aber erst 2012 schickten sich Andrew Kline, Chad J. Peterson, Rick Rodney und Todd Turnham an, mit dem programmatisch betitelten  Album „Witness A Rebirth“  die Lücke zu „In This Defiance“ zu schließen. Mit Igor Cavalera als Drummer entstand ein  Album, das so unbekümmert und simpel durchballert, als seien die Neunziger noch gar nicht vorbei. Völlig unbeeinflusst von den Metalcore-Exzessen des letzten Jahrzehnts wüten STRIFE durch ein Dutzend Songs, und man sieht förmlich grau gewordene SxE-Kids der Neunziger fingerpointed vorder  Bühne stehen, aus tiefstem Herzen Refrains wie „Never look back“, „No apologies“ oder „Show no mercy“ mitgrölend. STRIFE schießen auf „Witness A Rebirth“ extrem scharf, das Album ist knackig produziert, das Pathos auf das nötige Mindestmaß begrenzt.

Genre

Punkrock/Hardcore

Shows

59 Shows in 49 Städten / 15 Ländern

Zeitraum

31.07.2011 - 02.07.2016

Letzte Show

21.02.2015 - DE-Lindau, Club Vaudeville

Nächste Show

23.06.2016 - CH-Zürich, Werk21

Booking

Tourdaten

Archiv
Jun.
23
2016
Donnerstag
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Jun.
24
2016
Freitag
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Jun.
24
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Freitag
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Jun.
25
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Samstag
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Jun.
26
2016
Sonntag
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Jun.
27
2016
Montag
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Jun.
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2016
Dienstag
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Mittwoch
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Jun.
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Donnerstag
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Jul.
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Tonträger bei finestvinyl

Cover

STRIFE - INCISION | LP

 
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STRIFE - WITNESS A REBIRTH | LP

Nach 11 Jahren Touren haben die Hardcoreveteranen aus Kalifornien entschieden, dass es Zeit wird für einen Schwung neuer Songs. Deutlich näher an "In this defiance" als an "Angermeans" präsentieren sich STRIFE mit einer unglaublichen Frische. Die musikalische Zeitreise in die 90er könnte auch der aktuellen Besetzung geschuldet sein, ist diese doch bis auf die Position hinter den Drums eben die "In this defiance"-Besetzung. Als Schlagzeuger wurde Igor Cavalera (SEPULTURA) verpflichtet. In Kalifornien wurden die Aufnahmen fertig gestellt und mit Gastauftritten von Scott Vogel (TERROR), Billy Graziadei (BIOHAZARD) und Marc Rizzo (SOULFLY) versehen. Auch wenn STRIFE als Band schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr wirklich der Youth Crew-/Straight Edge-Szene zugeordnet werden können, musikalisch sind sie sich treu geblieben: Crewshouts, Melodien und ordentlich Tempo! Hoffentlich lassen sie sich bis zum nächsten Output nicht wieder so lange Zeit!" FOR FANS OF: CHAIN OF STRENGTH, OUTSPOKEN, INSIDE OUT, TERROR, SEPULTURA, IGNITE, FLOORPUNCH, AGAINST THE WALL
 

Interviews

[[Issue]]

STRIFE

"Angermeans" heißt es, das neue Baby der wieder auferstandenen STRIFE. Das US-Quintett meldete sich nach etwas mehr als drei Jahren (Toten-)Stille zurück und bewies eines: Auf den Tisch hauen geht auch mit Experimentierfreude! Gitarrero Andrew zum neuen Album und der "Szene"...Andrew, "Angermeans" hat das Licht der Welt erblickt...Ja, wir sind verdammt glücklich, dass es endlich fertig geworden ist. Wir wollten mit "Angermeans" weder ein weiteres "One Truth" noch ein weiteres "In This Defiance" schreiben. Die Motivation war für uns, den STRIFE-Stil beizubehalten, aber gleichzeitig alles auf ein Level zu heben, auf welchem wir experimentieren können soviel wir wollen. Hehe, ich wette einige Leute werden geschockt sein, wenn sie "Angermeans" hören, aber das legt sich denke ich, wenn du die Platte ein paar Mal hörst.Experimentieren trifft den Nagel auf den Kopf.Das ist es. Du kannst immer noch sagen, dass es STRIFE ist, aber eben wenigstens ein bisschen anders als vorher. Was ich an "Angermeans" so schätze ist, dass die ursprüngliche Aggression STRIFEs sich in den Stücken genauso breit macht wie Ruhe und sich das Ganze dann im nächsten Stück wieder umdreht. Ricks Stimme ist stärker und gleichzeitig viel experimenteller und ruhiger als auf allen bisherigen STRIFE Aufnahmen. Dazu kommt noch, dass wir uns, seitdem wir wieder zusammen spielen, besser denn je verstehen und wir mit "Angermeans" wirklich das gemacht haben, was wir wollten und nicht das, was irgendwer von STRIFE erwartet hat.Was sich schon aus der Gästeliste erahnen lässt...Ja vielleicht, haha. Es war lustig Bobo von CYPRESS HILL auf der Platte zu featuren. Bobo hat verschiedene Tribal-Drums gespielt, die als Outro für "From These Graves" dienen sollten. Wir hatten eine ungefähre Vorstellung, wie es klingen sollte, als er es dann aber im Studio gespielt hat, war es 1000 Mal besser, als wir es je zuvor gehört hatten. Weiterhin sind die Piano- und Geigen-Parts der Platte toll, wie ich finde. Ich liebe es, mit anderen Musikern zu arbeiten, weil sie deine eigenen musikalischen Vorstellungen auf ein anderes Level heben. Ganz ehrlich: Vielleicht wäre "Angermeans" niemals so geworden, wenn uns nicht manche Leute auf diese Art und Weise gezeigt hätten, wie sich musikalische Stile, die in ihrer Natur unterschiedlich sind, vereinen lassen. "Angermeans" wird aber nicht ein Experiment bleiben – es ist der Anfang von etwas neuem, in das wir uns hoffentlich hineinentwickeln, aber trotzdem immer STRIFE bleiben und immer aggressive Musik spielen.Du hast es vorhin schon kurz angerissen: der STRIFE-Split 1998 und die Reunion...Viele Leute versuchen, den Split von STRIFE in zwei Sätzen zu begründen. Das geht nicht. Alle Gefühle, die zusammenkamen, kann man nicht so kurz fassen. Wir waren zu der Zeit gerade dabei, wirklich alles in STRIFE zu stecken. Wir haben live gespielt so viel es ging und haben versucht uns zu verbessern. Aber: Wir hatten immer noch unsere Miete, Rechnungen etc. zu zahlen. Und es fing an, dass jeder Schritt, den STRIFE machten, in den Augen der "Szene" falsch war. Und alles was wir taten war im Grunde Hardcore zu spielen. Wir sind auf Victory, wir sind mit Bands getourt, die "nicht Hardcore" waren und all das, was in meinen Augen nur hilft, die Musik weiter zu verbreiten. Die Szene begann, vor lauter Kritik zu stagnieren. Die Szene lebt von neuen Kids, aber das haben einige Leute nicht geduldet. Viele sollten aufhören zu reden und selber etwas anfangen. Und das beschissenste Vorurteil: Du bist auf Victory, du bist sellout, du bist Millionär". Wir haben einmal Geld von Victory bekommen. Das war für die "Californian Takeover"Live-CD mit SNAPCASE und EARTH CRISIS zusammen. Wir haben jeder 50 Dollar bekommen. Um das Geld ging es nie. Und dann als "Rockstar Sellout" bezeichnet zu werden ist beschissen. Wenn eine Band, egal welche, sich den Arsch aufreißt, um das alles machen zu können, warum sollte sie dann auch nicht Geld dafür bekommen, dass sie eine Show spielt, mit der jemand Geld macht. Aber um auf die Reunion zurückzukommen: Nachdem wir uns aufgelöst hatten, haben wir viel Zeit getrennt voneinander verbracht. Nach einem guten Jahr haben Sid und ich dann angefangen, wieder zusammen Musik zu schreiben. Unsere Band hieß ANGERMEANS. Sid an den Drums und ich am Gesang und der Gitarre. Als wir einige Stücke aufnehmen wollten, fühlte ich, dass meine Stimme nicht stark genug ist, um sie gut einzuspielen. Also haben wir Rick gefragt, ob er nicht die Vocals machen will. Zu diesem Zeitpunkt war Franklin von SHELTER noch am Bass, als er nach New York zog, haben wir Chad wieder an Bord geholt. Und ab dann war klar, dass, egal welcher Name, die Musik immer STRIFE sein wird. Damit war STRIFE wiedergeboren. Wir kommen besser denn je klar und blicken positiv in die Zukunft.Andrew, das ist ein Schlusswort, besten Dank für das Gespräch!
 

Reviews

STRIFE

© Ox Fanzine #46 / Dominik Winter

Angermeans CD

Anfangs für September angekündigt, steht das Resultat der STRIFE-Reunion nun nach einigen Monaten Verzögerung in den Läden und - soviel sei vorweg genommen - entschädigt für jede einzelne Sekunde des langen Wartens. Vor allem im letzten Jahr priesen viele Bands ihre neuen Releases als die "härteste Platte aller Zeiten" an, doch im Vergleich zum Orkan "Angermeans" entpuppt sich das Gros dieser "Killeralben" als laues Lüftchen. STRIFE entzünden auf ihrem Comeback-Werk ein wutentfachtes Feuer, das nahtlos an die Vorgänger anknüpft, aufgrund erhöhter Experimentierfreudigkeit jedoch nicht altbacken klingt. Erinnern Songs wie der Opener "Rise Again" noch an alte Tage, ändert sich das schnell bei Tracks wie dem Streicher- und Piano-angereicherten "Angel Wings" oder der CYPRESS HILL-Kooperation "Staring At The Sky". Textlich haben sich die Recken von ihrem ehemaligen Hauptthema "Lebe Straight Edge" gelöst und verschaffen nun ihren persönlichen Problemen lautstarke Abhilfe. Mit "Angermeans" ist STRIFE eine der abwechslungsreichsten HC-Scheiben des vergangenen Jahres gelungen, auch wenn man nicht ganz an die Klasse einer "One Truth" oder "In This Defiance" anknöpfen kann.

 

STRIFE

© Ox Fanzine #28 / Marc Lohausen

In This Defiance CD

Jahre mußten vergehen bevor die Straight Edge Könige aus Kalifornien wieder etwas von sich hören lassen, und mich völlig enttäuschen. Im Ernst, die Songs sind natürlich perfekt, perfekt gespielt, perfekt produziert, und größtenteils auch perfekt arrangiert, aber wo sind die Chöre geblieben die One Truth" zum Hit gemacht haben, warum wird fast ununterbrochen in Old School-Manier (wir sind in 97!) nur geknüppelt und nicht mal das Tempo gedrosselt, um sich die Songs danach langsam wieder aufbauen zu lassen, um dann wie auf der letzten LP alles in Grund und Boden zu rocken/moshen? Keine Ahnung, warum es eines minutenlangen Intros und Outros bedarf, wenn zwischen durch doch keine Zeit bleibt um Luft zu holen. Unterm Strich bleiben auf modern getrimmte, immer aufs Metalvolk schielende Old School-Songs, die allerdings den Charme der Originale wie WIDE AWAKE vermissen lassen, und wären da nicht perfekte Musiker am Werk, wäre die Scheibe nicht der Erwähnung wert, wenn es darum ginge sich nach dem Erstlingswerk weiterentwickeln zu wollen, bzw. sich vielleicht mal etwas aus seinem eigenem Schatten zu lösen.

 

STRIFE

© Ox Fanzine #35 / Marc Lohausen

Truth Through Defiance CD

Strife, Strife, Strife! Die Jungs haben so etwas von regiert, die erste Single auf New Age, die zweite auf Indecision und dann das Monster auf Victory. Eine absolutes Wall of Überproduktion mit Hits wie "What will remain", "Am I the only one" und anderen Perlen, die mich tagelang an die Anlage fesselten, Texte auswendig lernen ließen, weil Strife göttergleiche Riffs, Chöre und ein Songwriting rausgehauen haben, das an die überproduzierte "Bringin it down" von JUDGE erinnern ließ. Neben CHAIN OF STRENGTH haben Nils und ich fast ein Jahr für diese Platte gelebt, gebt mir eine Gitarre und die Sache steht. Dann kam der Nachfolger, der so gar nicht aufgrund seiner Berechenbarkeit zünden wollte. Anyway, hier sind nochmal "hard to find songs" und Kult-Songs ("Question Mark", "Through and trough") einer der wirklich göttlichsten Popper-Straight Edge-Bands zusammengefaßt, die gut daran getan hätte nach der S.O.I.A. Tour ein weiteres Mal nach Europa zu kommen.

 

STRIFE

© Ox Fanzine #105 / Joachim Hiller

Witness A Rebirth

Alte Schule: STRIFE waren neben EARTH CRISIS und SNAPCASE die Hardcore-Helden der Neunziger, standen für einen aggressiven, metallischen neuen Stil, der Victory Records groß machen sollte. 1994 erschien ihr Debüt „One Truth“, 1997 kam „In This Defiance“, 1999 die Auflösung, die Abwendung von Straight Edge, und 2000/01 die Rückkehr in Form von „Angermeans“ (2002, alle Victory).Seitdem waren STRIFE immer wieder mal live aktiv, aber ein neues Album ließ auf sich warten – zudem ist „Angermeans“ für alte Fans auch eher eine Enttäuschung als eine Offenbarung gewesen.Mit dem programmatisch betitelten neuen Album „Witness A Rebirth“ schicken sich Andrew Kline, Chad J. Peterson, Rick Rodney und Todd Turnham nun an, die Lücke zu „In This Defiance“ zu schließen.Mit Igor Cavalera als Drummer entstand ein neues Album, das so unbekümmert und simpel durchballert, als seien die Neunziger noch gar nicht vorbei. Völlig unbeeinflusst von den Metalcore-Exzessen des letzten Jahrzehnts wüten STRIFE durch ein Dutzend Songs, und man sieht förmlich grau gewordene SxE-Kids der Neunziger fingerpointed vor Bühne stehen, aus tiefstem Herzen Refrains wie „Never look back“, „No apologies“ oder „Show no mercy“ mitgrölend.STRIFE schießen auf „Witness A Rebirth“ extrem scharf, das Album ist knackig produziert, das Pathos auf das nötige Mindestmaß begrenzt. Mir macht das großen Spaß, und vor allem zeigen Kline, Rodney und Co., dass man 2012 noch relevant sein kann, ohne irgendwelche Trendkaspereien mitzumachen.Can’t beat the real thing!