SURALINTourdaten, Infos, Interviews, Reviews

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Genre

Indie/Alternative

Shows

17 Shows in 12 Städten / 2 Ländern

Zeitraum

12.11.2010 - 11.12.2012

Letzte Show

11.12.2012 - DE-Dresden, Festspielhaus Hellerau

Nächste Show

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Booking

Tourdaten (Archiv)

Archiv
Nov.
12
2010
Freitag
Konzert - Indie/Alternative
Tickets Tickets Tickets
 
Nov.
13
2010
Samstag
Konzert - Indie/Alternative
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Nov.
19
2010
Freitag
Konzert - Indie/Alternative
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Nov.
20
2010
Samstag
Konzert - Indie/Alternative
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Nov.
21
2010
Sonntag
Konzert - Indie/Alternative
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Nov.
22
2010
Montag
Konzert - Indie/Alternative
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Nov.
24
2010
Mittwoch
Konzert - Indie/Alternative
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Sep.
30
2011
Freitag
Konzert
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123
Okt.
1
2011

Tonträger bei finestvinyl

Cover

SURALIN - A GENERAL DOGSBODY | LP

SURALIN aus Chemnitz veröffentlichen nur zwei Jahre nach Gründung und ein Jahr nach ihrem Debüt "Leda" ihr neues Album "A General Dogsbody". Der öde und düstere Winter im industriell-historischem Flair scheint dabei die Kreativität der Band beflügelt zu haben. Suralin bleiben sich treu. Von der Frau mit Schwan zum Mädchen mit Hund. "A General Dogsbody" bedeutet soviel wie "Mädchen für alles", was beim Anblick des Covers durchaus Interpretationsspielraum lässt. Die Musik spinnt den roten Faden weiter: Das reduzierte, sparsame und stetig Spannende ist auch der Kern der neuen Platte. Bass, Schlagzeug, zwei Gitarren und eine Stimme - ohne mit der Wimper zu zucken! Die neuen Songs sind dabei kompakter, kürzer und noch mehr auf das Wesentliche reduziert. Wie "Leda", besticht auch "A General Dogsbody" durch seine Vielseitigkeit. Jedes der zehn Fragmente integriert sich auf seine ganz eigene Weise in den musikalischen Entwurf der Band. Musikalisch werden die 90er ausgeblendet und eine Brücke zwischen Bands wie GANG OF FOUR, FUGAZI, TRANS AM oder auch den frühen SONIC YOUTH zu Bands der Jetzt-Zeit wie INTERPOL, THE THERMALS oder auch DEERHUNTER gebaut. Das Spektrum reicht von eingängigen Sommersongs wie "Keep It Dark" bis hin zu progressiven Ausbrüchen wie "Catharsis?!". Stücke wie "Bright Black Morning Light" reiten hypnotisch auf einer Tonart und werden von einem abgehangenen, angezerrten Sprechgesang zerfurcht. SURALIN scheuen keine Experimente und packen auch mal einen episch-verwirrten Popsong wie "Sonata For A Good Soul" an und bleiben dabei ihrem Stil dennoch treu! Zwischen Postpunk und Pop zeigt die Band, das weniger mehr ist und überzeugt mit einem konsequent kraftvollen und durchweg interessanten Album.
 
Cover

SURALIN - NO STAR | LP

180g Vinyl! Nach gut vier Jahren Pause erscheint nun endlich das neue Album der Chemnitzer Indierocker SURALIN. "No Star" ist das dritte Album der Band und erscheint auf ATOMINO TONTRÄGER. "No Star": Keinen Sternenhimmel. Kein Radio-Format-Diktat. Kein Liebeslied. Kein Statement. Was ja auch irgendwie ein Statement ist. Das Quartett aus Chemnitz lässt sich seinen Weg nicht aufzwängen und zieht schon seit vielen Jahren sein eigenes Ding durch. Enstanden sind dabei die beiden Vorgängeralben "Leda" (2010) und "A General Dogsbody" (2011). Innerhalb des letzten Jahres sind dann endlich neue Songs entstanden, welche die Band unter der Regie von WOLFGANG MÖSTL (SEX JAMS, MILE ME DEAF, KILLED BY 9V BATTERY) in Graz aufgenommen hat. Ihr Sound ist nach wie vor kantig, aber auch eingängig. Dass SONIC YOUTH einen deutlichen Einfluss auf das Songwriting genommen haben, hört man klar heraus. Post-Punk, Indie und Noise sind die Genres, in die man "No Star" einordnen muss. Das Album erscheint als Vinyl-LP (180gr) auf dem Chemnitzer Label ATOMINO TONTRÄGER. Eine Liebeserlärung an die Heimatstadt und den berühmten Club im Herzen.
 

Interviews

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SURALIN - Open Minds vs. versiffte SHELLAC-Shirts

„Wie? Hohenstein-Ernstthal? Nie gehört!“ Immerhin die Geburtsstadt von Karl May, dem geistigen Vater von Winnetou, Old Shatterhand und Co. Aber sonst? Einiges! Denn ein ganzes Rudel sagenhaft guter Bands und Musiker kommt aus dieser Ecke der sächsischen Provinz. Fangen wir doch gleich mal mit dem genialen Post-Rock-Aushängeschild der Region an: mit SURALIN nämlich. Sänger, Gitarrist und Charmebolzen Alexander Warnke, der nebenbei seit dem Jahr 2000 auf seinem kleinen D.I.Y.-Label Sweet Home Records tolle Platten veröffentlicht, war so freundlich, mir zum Release ihrer zweiten Veröffentlichung mit dem Titel „A General Dogsbody“ auf Cargo Records Rede und Antwort zu stehen, auf dass ich dieser Welt zwecks ihrer musikalischen Genesung in Form dieses Mini-Interviews ein klitzekleines bisschen mehr SURALIN verabreichen kann ...SURALIN, was genau ist das?Bass, Gitarren, Schlagzeug, Gesang: simpel und garantiert nicht langweilig!Nenne unseren Lesern doch mal ein paar einflussreiche Bands oder einfach einige Lieblingsbands von SURALIN.Das ist schwer, da wir alle sehr unterschiedliche Musik hören. Das fängt bei HipHop an und geht über Elektronik, Bossa und Noise- bis hin zu Post-Rock. Prägende Bands aus unserer Vergangenheit waren ganz sicher MOTORPSYCHO, TRANS AM, FUGAZI, SONIC YOUTH, aber auch beispielsweise die MISFITS oder auch die Sub Pop-Band ERIC’S TRIP. Matthias zum Beispiel hat Anfang der Neunziger in diversen Hardcore-Bands Bass gespielt und bringt somit natürlich auch einiges aus dieser Ecke mit. Wir halten jedenfalls stets die Ohren offen und verschließen uns nicht vor neuen Einflüssen. Was war dein, euer letztes Konzert als Gast?Bei mir war das FLYING LOTUS in Wien, dort war ich zusammen mit Matthias. Und alle zusammen waren wir das letzte Mal bei URLAUB IN POLEN in Chemnitz.Wenn du ein Band-Shirt wärst, welches wäre das?Ein versifftes, altes SHELLAC Shirt.Liest du noch Fanzines? Welche, bei welchen Gelegenheiten?Ich lese generell auf dem Klo, vorrangig Biografien – die letzte war Patti Smith – sehr empfehlenswert! Oder den neuen Flight 13-Katalog. Sonst lese ich, muss ich zu meiner Schande gestehen, überhaupt keine Fanzines oder Musikzeitungen mehr. Ich lese gelegentlich aber online etwas über Musik, zum Beispiel gerne bei pitchfork.com.Warum Cargo – und nicht wieder Sweet Home Records? Wo liegen die Unterschiede?Will man alles rund um ein Release selbst stemmen, hat man natürlich zunächst einmal viel mehr Arbeit und natürlich auch einiges mehr an Kosten. Zudem pendelt man immer zwischen den Welten als Labelmacher und Musiker. Ein weiterer Vorteil, den wir bei Cargo haben ist, dass wir merklich schneller wahr- und auch ernst genommen wurden. Es fällt den Leuten anscheinend leichter, sich eine unbekannte Band auf Cargo Records anzuhören, anstatt eine unbekannten Band auf einem noch unbekannteren Label. Cargo ist definitiv ein Begriff in der Musikszene, und darüber hinaus sind das alles super Typen! Heißt natürlich nicht, dass man sich als Band zurücklehnen kann, weil die Jungs das schon machen ... Wir managen uns ja immer noch selbst, haben aber jetzt eben professionelle und sehr tatkräftige Unterstützung, vor allem im Bereich Promotion und eben auch beim Vertrieb der Platte.Cargo ist bekannt für seine große Liebe zum Vinyl. Wie wichtig ist Vinyl für euch und warum?Unsere Lieder auf Vinyl, das war immer unser Traum – groß, schwarz wundervoll! Bei unserem ersten Album war es uns schlicht und ergreifend finanziell nicht möglich, auch noch eine LP-Version zu machen, und dabei sind wir alle riesige Vinylfans. Das Cover wirkt einfach noch besser und das Zusammenspiel zwischen Artwork und Musik kommt bei einer LP dank der Größe auch einfach besser rüber.Eine Anekdote aus eurer Zeit im Studio?Dieses Mal hat unser Drummer keine vier Snare-Drums hintereinander kurz und klein gehauen. Wir hatten vorausschauend robusteres Material am Start. Ansonsten war es einfach nur entspannt und entsprechend schön. Wir waren mitten in Chemnitz, an einem Fluss, im alten Stadtarchiv. Das waren wirklich traumhaft tolle Räumlichkeiten! Schön, alt und einsam.Euer Coverartwork ist ja zauberhaft schön – gibt es eine Geschichte dahinter?In der Tat. Der Titel und das Cover haben sogar eine gemeinsame Geschichte. Meine Großmutter war früher Kindermädchen und die Kinder, die sie damals betreut hat, wurden irgendwann einmal von einem Künstler gemalt. Das Bild auf unserem Cover hat sie damals zum Abschied von ihren Arbeitgebern geschenkt bekommen. Sowohl Hund als auch Kind gab es also wirklich! Daher auch der Titel „A General Dogsbody“ – ein „Mädchen für alles“.Ist Punk deiner Meinung nach tot?Nein! Für mich steht Punk jedoch eher für die Herangehensweise an das Leben und an gewisse Dinge und ist nicht nur die Bezeichnung eines bestimmten Musikstils.
 

Reviews

SURALIN

© Ox Fanzine #98 / Joachim Hiller

A General Dogsbody

Album Nr. 2 der wundervollen Band aus Chemnitz. 2010 veröffentlichten die aus diversen Projekten schon langjährige Banderfahrung aufweisenden Musikern bestehenden SURALIN ihr Debüt „Leda“ auf Sweet Home, tourten kreuz und quer durch’s Land und begeisterten sowohl bei kleinen Konzerten wie mit der wunderbaren Platte, einer echten Überraschung und Offenbarung im altehrwürdigen Gitarrenrock-Genre.Die übergroßen SONIC YOUTH fielen immer wieder als Referenz, und so sehr das partiell stimmt, so viele andere Einflüsse sind hier auch festzustellen, etwa wenn bei „Keep it dark“ loungig-lässig herumgespielt wird, was schon ein starker Kontrast zum düsteren Meisterwerk „Bright black morning light“ ist – ein bedrohliches, noiserockiges Lied, das mich an die längst vergessenen GRAVEL erinnert.„Catharsis“ dann geht erneut – wie auch der intensive Live-Eindruck – in Richtung Thurston Moore & Co., und das Intro der Titelnummer hat schwer was von den übergroßen Post-Punk-Helden aus Manchester.SURALIN sind Einser-Absolventen der Indie School of Rock, sind mit „A General Dogsbody“ (geniales Coverartwork!) einen Schritt weiter gegangen als auf ihrem noch recht rauhen Debüt, haben zehn Unikate geschaffen, die zwar weitab von dem liegen, was hierzulande gerade an vorzugsweise deutschsprachiger Betroffenheitssülze als „Indierock“ verkauft wird, aber über die lange Distanz hat sich antizyklisches Arbeiten schon immer als kluge Strategie erwiesen.(Diese Band war auf der Ox-CD #98 zu hören)

 

SURALIN

© Ox Fanzine #91 / Jörkk Mechenbier

Leda

SURALIN aus ... Woher? Genau. Herkunft ist sowieso (nicht einmal) halb so interessant wie das, was es auf dieser CD zu entdecken gibt. Soviel vorweg: Meine persönliche Platte des Jahres. Es ist geradezu unfassbar, was die vier Männer aus und um die Sweet Home Records-Mischpoke im Osten der Republik (Hohenstein-Ernstthal, für die ganz akribischen) hier abliefern.Eine geradezu perfekte Melange aus klassischem Indiepop, Noiserock und Post-Punk in einem äußerst zeitgemäßen, spannenden Gewand. Wie an der sprichwörtlichen Schnur gezogen, bauen sich die Songs auf, spielen dramaturgisch einwandfrei mit einem Arsenal an Ups und Downs.Sie preschen voller noisiger Energie voran, um die Dramatik im nächsten Augenblick wieder in sich zusammenfallen zu lassen und erneut eine melodiöse Ruhe vor dem nächsten Noise- und/oder Harmonie-Gewitter zu kreieren.Diese Platte ist alles, außer nicht durchweg grandios. Wer die Möglichkeit hat, die Jungs einmal live zu bewundern: Chance nutzen. Abgesehen davon, dass Sänger Alex (mit und ohne Schnubbi) wahnsinnig gut aussieht, diese Band bringt es schlicht und ergreifend auf der Bühne.Organisch, überzeugend, fehlerlos – ach herrje – ja: einfach tight wie Scheiße, die Typen! Kurz: Ein Erlebnis – auf ganzer Linie. Wer sich diese Band entgehen lässt, den soll der Bohlen holen.

 

SURALIN

© Ox Fanzine #122 / Joachim Hiller

No Star

So was muss man einem doch sagen, als Nicht-Ostkind weiß man so was nicht: Suralin war das Fimo der DDR, eine härtbare Knetmasse, wobei Fimo nett klingt und Suralin nach Chemieunfall. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung hat sich das geändert: SURALIN ist eine Band, lange schon („No Star“ ist das dritte Album), und klingt sehr wohl nett, oder nein, besser: super! Die Band aus Chemnitz wird sich in diesem Leben nicht mehr vom ewigen SONIC YOUTH-Vergleich lösen können, aber schätzungsweise will sie das auch nicht, warum auch? Nachdem das Original verblichen ist, muss sich ja jemand um diesen speziellen, knarzigen Sound kümmern, diese noisigen Gitarren, gepaart mit samtigen Vocals.Alle zehn Songs auf „No Star“ sind sorgsam ausgeführte Post-Punk-Unikate, exzellent produziert und aufgenommen, die mit jedem weiteren Hördurchlauf mehr Details und Feinheiten offenbaren.Apropos Details: sucht man nach der Zahlenkombination „50.498113, 12.830281“, die als Titel von Track Nr. 10 dient, landet man im Erzgebirge zwischen Aue und Annaberg-Buchholz, im Niemandsland an der tschechischen Grenze.Wäre ich Geocacher, würde ich jetzt losziehen ...