Friends of Gas

Kategorie: Ausstellung, Konzert

Nicolas Sturm

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Brexit, Trump, Erdogan, Le Pen (fast), Kim Yong Un, entgleiste Chulz-Züge, RB Leipzig, Max Giesinger, Verschwörer Mannheims und veganer Fleischsalat....Die Welt erscheint immer unübersichtlicher und aus den Fugen zu geraten.
Wie gut, dass es da einen Ort gibt, an dem ihr für einen Abend alles vergessen und einfach mal abschalten könnt-das VITAMIN !
Doch halt, so einfach möchten wir es euch dann doch nicht machen. Vor der Sommerpause bringen wir die Bilder und den Sound des Nicht-Einverstanden-Seins zu euch ins Dorf:


Manfred Peckl
Geboren 1968 in Wels, Österreich. Ausbildung an der Hochschule für Kunst und Gestaltung, Linz und an der Städelschule, Frankfurt. Von 2004-2005 Lehrau/rag an der Akademie der bildenden Künste in Mainz. Das sind nur die Eckdaten des Künstlers Manfred Peckl.
Manfred Peckl sieht sich als Maler. Doch mit dem Pinsel alleine wäre er „viel zu schnell fertig“. Der hinausgezögerte Herstellungs-prozess seiner Arbeiten gibt Kapazität für dauerhafte Konzentration. Wörter, Syntax und Grammatik zerstückeln, um daraus neue visuelle Rhythmen zu kreieren, diese Herangehensweise zieht sich durch einen großen Teil von Peckls Werken. "Es ist interessant, sich vom Material zur Lösung führen zu lassen" (Zitat M. Peckl). Peckl entwickelt hieraus eine Bildersprache, die in ihrer Wirkung faszinierend und in ihrer Betrachtung enorm komplex ist.
Er setzt seine Bilder dabei wortreich in einer Mischung aus Lesung, Performance und immer mit vollem Körpereinsatz in Szene.
So entsteht aus seinen Werken eine faszinierende Mischung für alle Sinne. Feinsinnige Kunst wird brachial präsentiert.
Mit einfach nur „ein paar Bilder anschauen“ wird‘s da nix. Freut euch auf eine ganz besondere Ausstellung und werdet Teil davon !

Friends Of Gas
Vierzig Jahre, nachdem sich Giorgio Moroder in München seinen Reim auf Disco machte und 15 Jahre, nachdem The Notwist als Protagonisten der Weilheimer Szene ihr Meisterwerk „Neon Golden“ veröffentlichten, kommt jetzt ein Quintett aus München, das mit seinem 2016 veröffentlichten Debütalbum „Fatal Schwach“ massiv die Aufmerksamkeit auf die bayrische Landeshauptstadt lenkt – bezeichnenderweise unterstützt vom Berliner Label Staatsakt.
Man hört ein Album, das auf beeindruckende Weise Post-Punk mit Krautrock verbindet.
Dass es trotz dieses in die siebziger und achtziger Jahre verweisenden Sounds absolut gegenwärtig und dringlich klingt, liegt vor allem an Sängerin Nina Walser, die mit ihrem rauen Organ in die Songs hineinschreit, skandiert und auch mal haucht.
Mit welcher Wut und Wucht sie sich etwa bei „Einknick“ in die Zeile „Knick ein, kick ein, einknick“ hineinsteigert, ist schlicht atemberaubend. Die E-Gitarren von Veronica Burnuthian und Thomas Westner erinnern dabei an Sonic Youth. Noch stärker ist das bei „Saurer Schnee“ der Fall, einem der vier von insgesamt sieben Songs, die die Sieben-Minuten- Grenze überschreiten.
Sogar achteinhalb Minuten lang ist „Kollektives Träumen“, das großartige Herzstück dieses in vier Tagen live eingespielten Werkes, dessen Produktion Max Rieger von der seelenverwandten Stuttgarter Band Die Nerven übernommen hat. Das Lied wirkt wie einvon Neu! und den Fehlfarben inspirierter Trip, bei dem Nina Walser auf „Ein Jahr (Es geht voran)“ anspielt, unter anderem mit der Zeile „Geschichte wird gemacht, doch nicht von mir, und nicht von dir“. Nach kaum drei Minuten hat sie alles gesagt und die Band übernimmt ohne sie den restlichen Teil der rasenden Reise mit splitternden, grollenden, kreischenden Gitarren und einer ultrastoischen Rhythmusgruppe.
Live ist die Band, wie u.a. auch schon die Kulturredaktion von 3SAT feststellen konnte ein "Naturereignis", welches man sich nicht entgehen lassen sollte.
Auch das übrige Feuilleton von SPIEGEL online, über die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG bis zur F.A.Z. und TAZ überschlägt sich mit Superlativen bei dieser Band. Und auch unser herzallerliebster Entertainer Bernd Begemann ist von der Band geradezu elektrisiert. Und der hat schliesslich (fast) immer Recht !

Nicolas Sturm
„Hallnebel, Plastik-Streicher, Johnny Marr-Gitarren und Texte, in denen sich auf grandiose Weise Zukunftsangst mit der ewigen Macht der Liebe paart. Selten war deutscher Pop so aktuell und zeitlos zugleich“ (Thomas Groß).
Die Angst vor Krieg, die Angst vor dem Terror, Angst vor „Flüchtlingsströmen“, die Angst vor den Nazis und last but not least natürlich: Die Angst vor der eigenen Zukunft auf diesem blauen Planeten! Sie ist wieder da! Als wäre sie nie weg gewesen. Und während wir erst gestern Nacht den hedonistischen Traum der ewigen Gegenwart zu swingenden 4/4-Beats feierten, werden am Katermorgen danach wieder ziemlich ernsthafte Fragen an die Zukunft gestellt.
Dass Nicolas Sturm auch keine Antwort auf diese Fragen geben kann, versteht sich von selbst. Aber Sturm weiß das große Unbehagen in seiner Musik aufzuheben. Stilistisch hat der Lindenberg-Preis-Gewinner von 2012 (Panik-Preis, sic!) seine Liebe für den britischen Sound der 80er Jahre wiederentdeckt: Wave-Bässe, Twang-Gitarren und Synth-Flächen lassen einen an die goldenen Zeit von Creation-Records denken, natürlich an The Smiths, an The Cure oder an Pulp, um auch mal eine Band ohne „The“ davor zu denken.
Aber auch eine 50er-Jahre Vorstadt-Romantik liegt in diesen Lieder. Im Timbre seiner Stimme. So wie es einen Morrissey sicher auch nicht ohne den Schmalz eines Roy Orbison oder Buddy Hollys gegeben hätte.
Sturm stellt im melancholischen Wohlklang mit seiner Band die zentralen Fragen: Wohin mit dem Hass und treffen wir uns heute Abend?! Wie geht es weiter? So gesamtgesellschaflich gesehen. Und schafft somit etwas, was in diesen Zeiten wichtiger scheint als je zuvor: Ein zärtliches, solidarisches Gefühl von Gemeinschaft.
Back to the Future: Eine Reise zur „German Angst“ und des eigenen Inneren. Der Hall der 80er schwebt über den Songs wie das diffuse Gefühl, dass die Welt für immer aus den Fugen geraten ist. Wehr‘ ich mich dagegen oder halt‘ ich es aus ? LOVE is the answer !

Dem schließen wir uns vorbehaltlos an und laden euch ein, mit uns zusammen am 24.6. zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu schmecken und ganz nebenbei noch die großen Fragen der Menschheit zu lösen. Darunter machen wir's nicht ,PEACE !

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